Lukas Pallitsch, Dr., PhD, ist Universitätsassistent (post-doc) am Institut für Religionspädagogik und Katechetik an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien sowie Beauftragter der Diözese Eisenstadt für den christlich-jüdischen
Die Aufgaben, die Ddumba in Österreich erfüllt, sind ähnlich jenen, die er in seiner Pfarre St. Paul in Katuugo in Uganda versieht – von der Spendung der Sakramente bis zu Krankenbesuchen.
Doch es gibt auch Unterschiede: „Die Feier der Eucharistie ist in Österreich kürzer. Bei uns dauert eine Sonntagsmesse rund 1,5 Stunden“, erzählt der Priester. Das liegt an Liedern und anderen Elementen.
So bringen die Gläubigen bei der Kollekte ihre Spende einzeln nach vorne und oft ist es nicht Geld, sondern sind es Nahrungsmittel. Taufen sind keine private Feier, sondern Teil der Sonntagsmesse.
Aber sowohl in Österreich als auch in Uganda ist Ddumba in seinem Gebiet viel unterwegs: In seiner Pfarre besucht er die Gemeinden mit dem Auto oder dem Motorrad, im Sommer in Österreich holen ihn Vertreter:innen der vier Pfarrgemeinden Maria Attersee, Abtsdorf, Nußdorf und Unterach ab.
Josef Schreiner ist als Priester für diese Pfarrgemeinden zuständig. Die Aushilfe aus Uganda – heuer war im Juli auch ein zweiter Priester hier – gibt ihm die Möglichkeit, „guten Gewissens Urlaub zu machen“, wie er sagt. Von der Entlastung profitieren aber auch die ehrenamtlichen Wort-Gottes-Feier-Leiter:innen und Diakone.
Dass Alfred Ddumba schon seit 2017 fast jährlich im Sommer nach Österreich kommt, bringt Vorteile mit sich. Dazu gehört die Vertrautheit mit der Sprache: „Als ich das erste Mal nach Österreich kam, habe ich mich mit der Sprache schwergetan“, berichtet Ddumba.
Er war vorher noch nie in Europa gewesen und hatte Deutsch in seinem Heimatland gelernt. Auf die Aushilfen in Österreich brachte ihn ein Priesterkollege in Uganda. In der Diözese Linz kümmert sich der Fachbereich „Priester und Diakone in Pfarren“ um die Vermittlung von Aushilfen.
Die Diözese muss auch ihre Zustimmung geben, damit für Projekte der ausländischen Priester Geld gesammelt werden darf. Alfred Ddumbas Pfarre wurde erst im heurigen April gegründet. Mit Unterstützung auch vom Attersee konnte dort ein Pfarrhaus errichtet werden.
Ein nächstes Projekt ist der Ausbau der Grundschule. Alleine könnte seine Pfarre das nicht bewältigen. Sie muss auch das Leben der Priester finanzieren, da diese von der Diözese im Monat nur umgerechnet rund 30 Euro erhalten.
„Pfarrer Alfred hält uns während des Jahres über seine Tätigkeit auf dem Laufenden“, berichtet sein österreichischer Kollege Schreiner. Dazu kommt ein gegenseitiges Lernen: „Wir reden viel über Pfarrer Alfreds Situation in Uganda. Dort wohnen Priester in der Regel nicht alleine, sondern als Gemeinschaft von zwei bis vier Personen. Auch ich lebe mittlerweile in einem Pfarrhaus mit mehreren Priestern“, erzählt Schreiner.
Ob Alfred Ddumba kommendes Jahr wieder an den Attersee kommt? „Grundsätzlich sage ich ja, aber es hängt von vielen Umständen ab – unter anderem, ob ich wieder ein Visum bekomme“, sagt er. Denn dieses Visum muss jedes Jahr neu beantragt werden. Die Bürokratie dafür kann schon zwei Monate lang dauern. Seinen Aushilfsdienst in Oberösterreich sieht er als „Erweiterung seiner Mission“ an: „Dass man einander hilft, gehört ganz wesentlich zur Kirche.“

Lukas Pallitsch, Dr., PhD, ist Universitätsassistent (post-doc) am Institut für Religionspädagogik und Katechetik an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien sowie Beauftragter der Diözese Eisenstadt für den christlich-jüdischen
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