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Inhalt:
Interview

„An diesem Dienstag ist etwas Unvorstellbares eingetreten."

KIRCHE_ÖSTERREICH

Der Grazer Pfarrer, Religionslehrer und Notfallseelsorger Paul Nitsche spricht darüber, wie das Unerträgliche zu ertragen ist.

Ausgabe: 28/2025
17.06.2025
- Anna Maria Steiner / Sonntagsblatt für Steiermark
Kränze, Kerzen, Blumen und Abschiedsbriefe erinnern in der Dreierschützengasse in Graz an den gewaltsamen Tod von elf Menschen. „Was da passiert ist, ist mehr, als unsere Seelen fassen können“, sagt Notfallseelsorger Paul Nitsche.
Kränze, Kerzen, Blumen und Abschiedsbriefe erinnern in der Dreierschützengasse in Graz an den gewaltsamen Tod von elf Menschen. „Was da passiert ist, ist mehr, als unsere Seelen fassen können“, sagt Notfallseelsorger Paul Nitsche.
© Heinz Finster/Sonntagsblatt

Sechs Mädchen, drei Burschen, eine erwachsene Frau und der junge erwachsene Täter sind tot – am 10. Juni gewaltsam mitten aus dem Leben gerissen. Der Vielfachmord am Grazer Oberstufenrealgymnasium Dreierschützengasse wird hoffentlich nicht Schule machen. Der evangelische Pfarrer Paul Nitsche unterrichtet Religion und hat den Täter am Gang seiner Schule gesehen. Seit diesem Tag ist er als Notfallseelsorger im Dauereinsatz.

 

Herr Pfarrer Nitsche, welches Wort fällt Ihnen ein, wenn Sie an den 10. Juni denken?


Pfarrer Paul Nitsche: Das Wort „fassungslos“ in all seinen Bedeutungen, vor allem im Sinn von „aus den Fugen geratend“, „überlaufend“. An diesem Dienstag ist etwas dermaßen Unvorstellbares eingetreten – etwas, von dem sich niemand hätte vorstellen können, es einmal an sich heranlassen zu müssen. Was da passiert ist, ist mehr, als unsere Seelen fassen können. 

 

Gibt es inmitten des Unsagbaren etwas, das Ihnen Halt und Zuversicht gegeben hat in Ihrer Arbeit als Seelsorger?


Nitsche: Über die Gespräche der vergangenen Tage, die ich als Seelsorger geführt habe, kann ich an dieser Stelle nicht sprechen. Was ich aber erzählen kann, ist, was ich beim ersten Zusammentreffen der Lehrer:innen am Dienstagabend gespürt habe. Auf meinen Vorschlag hin haben wir, in Absprache mit meinem muslimischen Religionslehrer-Kollegen, eine gemeinsame Schweigeminute abgehalten und danach ein Vaterunser gesprochen. Nichts zu sagen und stattdessen ein einfaches, bekanntes „Standardgebet“ zu sprechen: Das war genau richtig. Alles andere wäre furchtbar gewesen.

 

Wie lautet Regel Nummer eins in der Notfallseelsorge?


Nitsche: Zu hören, genauer: zuzuhören, denn in einer Krise braucht jede Person etwas anderes. Was hingegen nicht gebraucht wird, ist Gequatsche. Ein Zuhören, ein Dasein, ein Mitaushalten, ein Mitschweigen – das ist hilfreich. Und wennʼs passt, eine Umarmung.

 

Für andere da waren Sie in der Vergangenheit bereits als Militärpfarrer – für Einsatzkräfte im kriegsgebeutelten Kosovo oder auch beim Hochwasser in Niederösterreich. Worin unterscheiden sich vergangene Notfallseelsorge-Einsätze von der aktuellen Situation? 


Nitsche: Bei meinem Einsatz beim Hochwasser in Niederösterreich war ich als Grazer nicht unmittelbar von der Situation betroffen. Damals war ich ausschließlich gefordert als Seelsorger, der nach einigen Stunden aufmerksamen Zuhörens und Da-Seins müde nach Hause geht und sich die Dinge nach und nach wieder zurechtlegt. In einer traumatischen Situation wie in der jetzigen geht das hingegen nicht.

 

Wo und wie sind Sie gerade am intensivsten gefordert? 


Nitsche: Ich höre die Frage und kann sie gar nicht beantworten. Es ist nämlich kein „gefordert“, sondern die Situation hat eher den Aspekt des „überfordert“. Das, was für mich als Pfarrer und Religionslehrer mit vollem Terminkalender sehr ungewöhnlich ist, ist die Unplanbarkeit der kommenden Tage und Wochen. Weil gerade alles immer anders kommt, als man annimmt. Wir kennen die nächsten Schritte nicht. Wir wissen nicht, wann wir wieder in der Schule unterrichten können, und wir wissen nicht, wie. Wir wissen auch nicht, wie das sein wird, von den Opfern Abschied zu nehmen. Es ist noch so vieles offen. Es wird alles gelöst werden, aber es braucht dafür Zeit, wahrscheinlich viel Zeit. Und irgendwann, und das sage ich mit der Erfahrung eines 51-Jährigen, gibt es wieder Normalität. Aber nicht morgen, nicht übermorgen, und auch nicht nächste Woche.

 

Vor genau zehn Jahren starben in Graz bei einer Amokfahrt drei Menschen, und 36 wurden verletzt. Was sagen Sie Menschen, die aufgrund der Geschehnisse Angst haben?


Nitsche: Aus der Krisenseelsorge wissen wir: In einer ungewöhnlichen Situation kommt es oft zu einer ungewöhnlichen Reaktion, das ist normal. Es ist ganz normal zu weinen, zu schweigen oder etwas wegzudrücken in dieser Situation, die unerträglich ist. Die einen kommen nicht aus dem Bett, die anderen sind hochaktiv, machen Ordnung, suchen das Leben und die Selbstwirksamkeit. Das alles sind Ausgleichsreaktionen – das gilt für die Helfenden genauso. Selbst die Angst, aus dem Haus zu gehen, hat ihren Platz – für die betreffende Person ist das womöglich eine normale Reaktion.

 

Natürlich ist es schade, wenn man bei dieser Reaktion stehenbleibt, aber wenn es guttut, nach solch einem Ereignis nicht aus dem Haus zu gehen, sage ich: Passt schon. Ich glaube, dass wir grundsätzlich sehr ungeduldige Menschen sind – so auch in Krisen. Aber es braucht Zeit.

 

Viele wollen jetzt für andere da sein. Was sagen Sie Menschen, die anderen zur Seite stehen wollen, aber nicht wissen, wie? 


Nitsche: Da gibt es kein Patentrezept, aber im Grunde gilt: einfach mittun. Das heißt: Wenn es zum Weinen ist, dann mitweinen. Und wenn das Gegenüber sagt: „Lass uns spazieren gehen oder etwas essen“, dann genauso mittun. In dieser Situation ist es wichtig, mit kleinen Schritten ein Stück Normalität zurückzugewinnen. Aus meiner Sicht funktioniert so auch Trauerbegleitung.

 

Und manchmal – aber das gilt nur für Menschen, die bereits eine religiöse Erfahrung haben oder mitbringen – können auch religiöse Rituale großartig sein. Ich würde aber nicht sagen, dass das Vaterunser für jeden Menschen alles zurechtrückt.  Wenn das Vaterunser eine Rolle spielt und eine Tradition ist, dann hilft es gegen Wortlosigkeit und eröffnet ein kollektives Miteinander – im Reden eines gleichen Gebetes, das viel größer ist als wir gerade jetzt. Selbst ein Mensch, der wenig Ahnung hat vom Christentum, spürt in diesem Gebet die Kraft von zweitausend Jahren. Es eröffnet eine andere Dimension.

 

Liegt darin der Unterschied zwischen Psychotherapie und Seelsorge? 


Nitsche: Ein psychologisches Gespräch und ein seelsorgliches Gespräch sind zwar miteinander verwandt, nur: Das seelsorgliche Gespräch beinhaltet die Dimension Gott. Und Gott steht für das, was unverfügbar ist; für das, was größer ist als wir, möglicherweise sogar für eine Hoffnung, die auch über unsere Grenzen hinausgehen kann. Seelsorge bezieht diese Dimension mit ein.

 

Die Psychologie hingegen rechnet nicht mit Gottes Hilfe, sie fokussiert sich auf die Ressourcen im Menschen selbst. Als religiöser Mensch jedoch kann ich sagen: Gott kann es richten! Wobei dieses Wort im Deutschen ja mehrere Bedeutungen hat. Und ich kann sagen: Wunderbar, darauf hoffen wir – Gott kann das, was zu Unrecht ist, wieder zurechtrichten.

 

 

Hier finden Sie Hilfe

 

Telefonseelsorge: 142
Rat auf Draht: 147
PsyNot – Psychiatrisches Krisentelefon: 0800 44 99 33
Männernotruf: 0800 24 62 47
Frauenhelpline: 0800 222 555

 

 

 

Paul Nitsche, Pfarrer der evangelischen Pfarrgemeinde A.B. Graz-Kreuzkirche

 

In Graz geboren und aufgewachsen, hat Paul Nitsche auch in Wien, Oberösterreich und Niederösterreich gelebt, bevor er Pfarrer in Graz wurde. Er ist Vater von sechs Kindern, Notfallseelsorger und Militärpfarrer. Außerdem unterrichtet er evangelische Religion am BORG Dreierschützengasse in Graz.

Paul Nitsche, Pfarrer
Paul Nitsche, Pfarrer
© Margit Schmid
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Stefan Kronthaler ist Redakteur der Wiener Kirchenzeitung „Der SONNTAG“.

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