Stefan Kronthaler ist Redakteur der Wiener Kirchenzeitung „Der SONNTAG“.
Demnach generieren die Ordenskrankenhäuser direkt und indirekt Beiträge, die nahezu jeden 111. in Österreich erwirtschafteten Euro betreffen. Insgesamt schaffen oder sichern die Einrichtungen rund 41.400 Vollzeitarbeitsplätze; direkt beschäftigt sind etwa 20.000 Personen. „Jeder direkte Arbeitsplatz schafft mehr als einen weiteren Job“, erläutert Studienautor Michael Scholz.
Im Jahr 2024 flossen rund 1,5 Milliarden Euro an Steuern und Sozialabgaben an Staat und Sozialversicherungen zurück.
Mit rund 1,76 Milliarden Euro entfällt der größte Anteil der Wertschöpfung auf Oberösterreich. In diesem Bundesland wird rund die Hälfte der Patient:innen in einem Ordensspital behandelt. Auch Regionen ohne Ordensspital profitieren, denn die wirtschaftlichen Effekte reichen weit über die Standorte der Ordensspitäler hinaus. Selbst in Bundesländern ohne Ordensspital wird indirekt Wertschöpfung erzeugt – etwa 101 Millionen Euro in Niederösterreich und 11 Millionen Euro in Vorarlberg.
Die Bruttowertschöpfung der Ordensspitäler liegt in einer Größenordnung mit Sektoren wie Forschung und Entwicklung oder Werbung und Marktforschung. Seit 2018 hat sich die Wertschöpfung der Ordensspitäler mehr als verdoppelt.
In den oberösterreichischen Ordensspitälern kam es im Jänner zu Streiks. Grund sind stockende Kollektivvertragsverhandlungen. Das nicht ärztliche Personal verlangt Inflationsabgeltung und eine 35-Stunden-Woche, die Arbeitgeber bieten 3,3 Prozent und halten eine Arbeitszeitverkürzung für unrealistisch. Fortsetzung der Verhandlungen ist am 4. Februar (nach Redaktionsschluss).

Stefan Kronthaler ist Redakteur der Wiener Kirchenzeitung „Der SONNTAG“.
Jetzt die KIRCHENZEITUNG 4 Wochen lang kostenlos kennen lernen. Abo endet automatisch. >>