Ein Leben mit weniger Plastik ist möglich. Bei Kleidung und Schuhen kann man etwa auf Baumwolle und Leder zurückgreifen. Einen Versuch ist es einmal wert. Ein Kommentar von Susanne Huber.
T-Shirts, Turnschuhe, Flip-Flops, Teigschüsseln, Wasserkocher, Kugelschreiber, Getränkeflaschen, Zahnbürste, Duschgel, Schnuller, Luftma-tratze, Handy, Auto, et cetera, et cetera. All diese Produkte haben eines gemeinsam: sie sind oder bestehen zu einem mehr oder weniger großen Anteil aus Plastik. Der Dokumentarfilm „Plastic Planet“ des österreichischen Regisseurs Werner Boote, der bereits 2009 in die Kinos kam, wurde erst unlängst wieder im Fernsehen ausgestrahlt und hat daran erinnert, wie stark verbreitet Plastik bzw. Kunststoff weltweit ist und welche Gefahren sich dahinter verbergen, betrachtet man alleine die enormen Mengen an anfallendem Plastikmüll.
Immer wieder gibt es deshalb Menschen, die versuchen, ohne Plastik im Alltag auszukommen. Das kann man sich nur schwer vorstellen, wenn man sich überlegt, wo der Stoff überall eingesetzt wird. Er ist ja aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Um so ein Experiment durchzuführen, heißt es zunächst, alle Gegenstände aus Plastik zu notieren und sich zu überlegen, wie sie ersetzt werden könnten mit anderen Materialien. Anstatt eines Plastikkochlöffels oder eines -spielzeugs könnten entsprechende Gegenstände aus Holz verwendet werden. Bei Kleidung und Schuhen kann man auf Baumwolle und Leder zurückgreifen. Anstatt Plastikflaschen nimmt man in Zukunft Glasflaschen, beim Einkaufen ein Papiersackerl. Dazu ist Bewusstseinsveränderung nötig. Immer noch. Einen Versuch wäre es vielleicht dennoch einmal wert. Um die Umwelt zu schonen. Richtiges Recyceln, damit Kunststoffabfälle wiederverwertet werden können, ist natürlich auch ein guter Weg.