Ein bedingungsloses Grundeinkommen ist „ein Menschenrecht“, sagt Klaus Sambor. Seit vielen Jahren macht sich der Attac-Mitarbeiter für ein sozialeres Europa stark und koordiniert die Europäische Bürgerinitiative „Bedingungsloses Grundeinkommen“.
Ausgabe: 2013/38, Grundeinkommen, Sambor, Attac
18.09.2013
- Susanne Huber
Es ist viel zu tun in diesen Tagen. In der Internationalen Woche des Grundeinkommens (16.–22. 9.) wird auch in ganz Österreich bei verschiedenen Veranstaltungen für das bedingungslose Grundeinkommen geworben. „Es handelt sich um ein existenzsicherndes Einkommen für alle Menschen; dafür ist es nicht notwendig, einer Erwerbsarbeit nachzugehen, denn der Mensch hat generell ein Recht auf ein Leben in Würde und Sicherheit“, so Klaus Sambor. Zentrales Thema in dieser Woche ist die Bürgerinitiative „Bedingungsloses Grundeinkommen“, für die insgesamt eine Million Unterschriften gesammelt werden. Bereits im Vorfeld hat der Attac-Mitarbeiter mit viel Enthusiasmus zwischen all den Gruppierungen, die für ein bedingungsloses Grundeinkommen eintreten (darunter die Katholische Sozialakademie Österreichs), Koordinationsarbeit geleistet. „Wir wollen, dass diese EU-Bürgerinitiative in Schwung kommt.“
Gesellschaftspolitik. Bis zu seiner Pensionierung vor 11 Jahren war Klaus Sambor im Forschungsbereich der Telekom Austria voll eingespannt. Sein Leben war zum Großteil bestimmt von Technik. Als Pensionist hat er sich eines Tages auf Anregung seiner Frau mit den Inhalten des G-8-Gipfels und des gleichzeitig dazu stattfindenden Alternativgipfels beschäftigt. „Ich hab die Papiere verglichen und war überzeugt, dass das, was auf der Welt geschieht, ein Wahnsinn ist“, so der 76-Jährige. Das gesellschaftspolitische Interesse war geweckt. Gemeinsam mit seiner Frau hat er zunächst begonnen bei ESD zu arbeiten, einer Organisation im Bereich europäische nachhaltige Entwicklung. Seit 2004 ist er bei Attac Österreich u. a. für die Inhaltsgruppe Grundeinkommen verantwortlich. (Siehe Panoramaseite)