Am 5. Oktober starten Bischofskonferenz und Katholische Aktion in der Nähe des Wiener Brunnenmarktes ihr gemeinsames „Zukunftsforum“. Als Experte mit an Bord ist der Familienforscher Wolfgang Mazal.
Ausgabe: 2013/40, Zukunftsforum, Mazal
01.10.2013
- Hans Baumgartner
„Wo der Schuh drückt.“ Unter diesem Motto starten Bischofskonferenz und KA ihr Zukunftsforum. In einer ersten Phase sollen möglichst breit Menschen zu den Themen Familie, Arbeitswelt, Umwelt sowie Kirche und Gesellschaft zu Wort kommen. Wolfgang Mazal findet das einen guten Auftakt, „nicht nur als Sozial- forscher, sondern auch als Christ. Denn nicht erst der neue Papst, auch das Evangelium fordert uns auf, zu den Menschen zu gehen und auf ihre Probleme, Sorgen und Hoffnungen zu hören.“ Der renommierte Arbeits- und Sozialrechtler an der Universität Wien, der seit 10 Jahren auch das Institut für Familienforschung leitet, zeichnet beim Zukunftsforum für die Expert/innengruppe für Beziehung, Ehe und Familie verantwortlich. Ihn interessieren dabei freilich weniger die moraltheologisch „heißen Eisen“ als vielmehr die gesellschaftliche Analyse des Themas und mögliche Antworten aus der katholischen Soziallehre.
Die Soziallehre ist für Mazal auch in seinem angestammten Arbeitsfeld des Sozial- und Arbeitsrechts eine wichtige Richtschnur, die „in Österreich Gott sei Dank noch Gewicht hat. Denn sie steht für einen sach-, menschen- und gesellschaftsgerechten Ausgleich.“ Diesen Ausgleich mahnt Mazal nicht nur für die Wirtschafts- und Sozialpolitik ein, sondern auch für die Generationenfrage, „wo einiges schief liegt“. Neben seinem Jusstudium hat Mazal in jungen Jahren auch den Theologischen Kurs absolviert. „Herausgefordert durch fundamentalistische Kräfte in der Pfarre wollte ich auf einer soliden Basis stehen.“