Mag. Franz Kaltenbrunner, Pfarrassistent in Zell am Pettenfirst, über seinen Namenspatron Franz von Assisi (Namenstag: 4. Oktober).
Ausgabe: 2013/40, Franz, Namenstag
02.10.2013
- Franz Kaltenbrunner
Als ich die Volksschule besuchte, trugen noch fünf andere Mitschüler diesen Namen. Das sollte sich in den nächsten Jahren radikal ändern. Mit der Stadt dieses Heiligen kam ich im Alter von 17 Jahren näher in Berührung, als wir eine Fahrt nach Neapel, Rom und Assisi unternahmen. Seither war ich schon sicher an die 20 Mal in Assisi, meist mit Jugendgruppen, oft per Fahrrad.
Franz von Assisi, der im 12./13. Jahrhundert gelebt hat, ist für mich nicht nur der Tierschutzpatron, als der er bekannt ist. Sondern er ist ein zutiefst spiritueller Mensch, der das Evangelium so radikal wie sonst keiner ins Leben übersetzt, der die Notwendigkeit einer Reform der Kirche hin zur Armut erkennt und auch etwas dafür tut. Er hat ein unbändiges Gottvertrauen und eine Liebe zur Schöpfung und zu den Mitmenschen. In dieser Hinsicht erwarte ich mir auch frischen Wind von unserem derzeitigen Papst, der seinen Namen trägt.