Der Mensch tut sich leicht, Tiere einzukasteln und ihnen Eigenschaften anzudichten. Sie können sich ja nicht wehren. Was würde die Katze wohl antworten, wüsste sie, dass Menschen sagen, sie sei hinterlistig?
Was nützt es, wenn Tierkenner sagen, Katzen sind nicht hinterlistig. Sie haben nur eine andere Art, vorzuwarnen und drehen ein Ohr, atmen hörbar aus ... Menschen, die sich darum nicht kümmern, klagen dann über die „hinterlistige Katze“, wenn sie für die ignoranten Menschen wie aus dem Nichts die Krallen ausfährt.
Was würde die Gans antworten, würde sie hören, dass wir sie mit blöd oder eingebildet in Verbindung bringen? Und wie muss es dem Hammel gehen, der sich in einem Atemzug mit dem Neid hört? Er könnte zum Menschen sagen: „Was ist neidig daran, dass ich Wolle spende? Ihr wollt wahrscheinlich mein Leben, und weil ich's noch nicht gebe, ätzt ihr, ich sei neidig.“
Warum meinen wir, dass der Schmutz gut zum Fink passt und die Frechheit zum Dachs oder zum Spatz? Was hat der Rabe mit dem Unglück zu tun und der Esel mit der Sturheit? Machen Sie mit. Verteidigen Sie eines der Tiere gegen eine unvorteilhafte Zuordnung wie im Hammel-Beispiel links. Senden Sie uns Ihr Plädoyer bis 12. Oktober. Wir verlosen ein Buch mit Tierfabeln.