Wie beim Menschen gilt auch beim Haustier: Je früher man gesundheitliche Mängel erkennt, umso besser lassen sich Erkrankungen behandeln.Wenn ein Tier neu ins Haus kommt, ist daher, unabhängig von der Herkunft oder dem Alter des Tieres, ein tierärztlicher Basis-Check sinnvoll: Wie ist der Allgemeinzustand? Augen, Ohren, Mundhöhle, Zähne sowie der Zustand des Haarkleides werden beurteilt und die Beweglichkeit getestet. Auch die richtige Ernährung, Impfprophylaxe und Parasitenkontrolle sind Thema. In weiterer Folge ist ein jährlicher Gesundheits-Check ratsam. Zum eigenen Schutz und für die häusliche Hygiene ist es empfehlenswert, dass Haustiere zumindest vierteljährlich entwurmt und vorsorglich auch gegen Flöhe und Zecken behandelt werden. Bei älteren Tieren sollten in regelmäßigen Abständen die Blutwerte kontrolliert und mögliche Veränderungen im Verhalten besprochen werden. Auch Knochen und Gelenke bedürfen einer genaueren Untersuchung, bei frühzeitiger Behandlung kann die schmerzfreie Beweglichkeit bis ins höhere Alter erhalten werden. Besondere Gefahren bei vielen Haustieren sind Überfütterung und mangelnde Bewegung. Mögliche Folgen sind Herz-Kreislauf-Probleme, vermehrte Gelenksabnützung, Diabetes, Organverfettung etc. Regelmäßige Gewichtskontrollen sowie altersgerechte und bewegungsgerechte Fütterung sind daher anzuraten. Bei Früherkennung von Erkrankungen können auch mit Nahrungsergänzungsmitteln noch sehr gute Erfolge erzielt werden.
Dr. Sabine Kirisits, Tierärztin in Kronstorf, tiere@kirchenzeitung.at