Auch wenn der Friedensnobelpreis an die Chemiewaffen-Inspektoren geht und nicht an die Pakistanerin Malala. Die 16-jährige wird ihren Kampf für Frieden, Frauenrechte und gegen Unterdrückung unerschrocken fortführen.
Ausgabe: 2013/42
15.10.2013
- Susanne Huber
Sie galt als Favoritin für den Friedensnobelpreis. Malala, das mutige 16-jährige Mädchen aus Pakistan. Ihr wurde vor einem Jahr von radikal-islamistischen Taliban-Anhängern ganz gezielt in den Kopf geschossen. Sie war ihnen ein Dorn im Auge, weil sie sich für Bildung von Mädchen und Frauen in ihrem Land stark machte. Sie hat überlebt. Ihren Kampf für Frieden, für Frauenrechte und gegen Unterdrückung führt sie unerschrocken fort. Durch ihr Wirken ist sie für viele Musliminnen ein Vorbild, eine Heldin. Sie wäre eine würdige Trägerin des Friedensnobelpreises gewesen. Vielleicht ist die Zeit für sie jetzt noch nicht reif. Aber möglicherweise in 30 Jahren? Den Sacharow-Friedenspreis der EU hat sie jedenfalls am 10. Oktober bekommen.