Eine Geschichte von einer Haustiersegnung in Osttirol
15.10.2013
Die Schulkinder und auch junge Mütter und Väter waren also vorne hinter dem Altar mit ihren Lieblingen aus dem Tierreich versammelt. Das waren u.a. kleine Hündchen, Hasen in ihren Körben, Meerschweinchen fein andächtig zu Füßen der Kinder gelagert – und wie die ruhig und andächtig waren! Auch die Kinder! Nach dem Evangelium habe ich kurz dargelegt, warum um das Fest des hl. Franz von Assisi Tiere gesegnet werden: Bei der Pflege und Achtsamkeit an Haustieren lernen wir wohl auch ein aufmerksames Verhalten den Mitmenschen gegenüber.
Die Sarah, 8 Jahre alt, hatte in einem Zegger auch ihr Zwerghuhn mitgebracht. Das Federvieh war ganz ruhig – bis zur Kommunionausteilung. Da hat das junge Huhn dann glatt ein Ei gelegt. Nach Hühnerart hat es dies auch hell gackernd und lobpreisend kundgetan. Natürlich zur Gaude der Ministranten und der anderen Kinder. Auch die Gemeinde hat es mitbekommen, aber da war die hl. Messe schon bald andächtig zu Ende – das war kurz vor dem Schlusssegen. Dem Lobpreis des Huhnes habe ich dann noch aus dem Sonnengesang des hl. Franz einige Strophen hinzugefügt. Kein Messbesucher hat sich aufgeregt – das kleine Ei des Huhns habe ich als Symbol unserer Dankbarkeit gedeutet, etwa auch im Tischgebet. Nach Ende des Gottesdienstes bringt mir die Sarah freudestrahlend das noch warme Ei in die Sakristei als Geschenk. Ich habe dem HERRN aufrichtig gedankt – für dieses Kind und auch für die kleine Henne ...
Ein schönes Stück vom Leben in dieser hl. Messe, wahrhaft! Mich hat das Ereignios tief im Herzen beglückt – Dank dem HERRN.
Toni Mitterdorfer, Debant