Ein Kommentar von Susanne Huber über die Armut in Österreich.
Ausgabe: 2013/43
22.10.2013
- Susanne Huber
Ja, es gibt sie. Nicht nur in den armen Ländern des Südens. Nein, auch vor unserer Tür. 268.000 armutsgefährdete Kinder und Jugendliche leben in Österreich. Geld fehlt da nicht nur, um gesundes Essen auf den Tisch zu bringen und Miete, Strom, Gas und Wasser zu bezahlen. Es fehlt auch, wenn es darum geht, Kinder am Leben ihrer Altersgenossen teilhaben zu lassen. Da gibt es keinen Skikurs, kein Lernen eines Instruments, keine Einladung von Freund/innen. Soziale Ausgrenzung nennt man das. Das hinterlässt Spuren an Körper und Psyche. Davon am stärksten betroffen sind Kinder – wie könnte es anders sein – von Alleinerzieherinnen und aus Migrantenfamilien. In einem reichen Land wie Österreich sollte es das nicht geben.