Katholische Jugend sprengt in Kirchdorf alle Grenzen
Rekordverdächtig: Im 600-Seelen-Dorf Kirchdorf am Inn zählt die Katholische Jugend stolze 81 Mitglieder. Was macht die Jugendorganisation im Ort so erfolgreich?
Ausgabe: 2013/45, KJ, Kirchdorf, Aufestes
06.11.2013
- Paul Stütz
Keinen geringeren Tag als den Nationalfeiertag hat sich die Katholische Jugend (KJ) in Kirchdorf für ihre Jahreshauptversamlung ausgesucht. Über sieben Neuzugänge konnte sich bei diesem Anlass KJ-Obmann Florian Schöppl (23) freuen. Die zahlreichen Aktivitäten wie Jugendmesse, Nikolausaktion und gemeinsame Ausflüge sind für Schöppl ein wesentlicher Grund für den großer Zuspruch, den die Jugendorganisation im Ort erfährt. Die neuen Mitglieder stammen teilweise sogar aus den Nachbarorten. Das Zugpferd schlechthin ist das Aufest im Sommer, zu dem Tausende Besucher/innen kommen. Seit mittlerweile 30 Jahren veranstaltet die Katholische Jugend das groß angelegte Event inmitten des Waldes. „Alles ist im Einklang mit der Natur“, erklärt Florian Schöppl das Erfolgsrezept.
KJ stiftet Gemeinschaft
Mit 15 Jahren können die Kirchdorfer Mitglied bei der KJ werden - kaum jemand, der oder die das nicht macht. Man kennt sich aus Kindergarten und Volksschule. Nachher gehen die Wege auseinander, die jungen Kirchdorfer bleiben jedoch in Kontakt. Die KJ schafft es dabei wie kaum ein zweiter Verein, die Gemeinschaft unter den Jungen zu fördern. Davon ist auch Florians Papa Josef Schöppl begeistert. Nicht nur aus familiären Gründen, sondern weil er der Bürgermeister (ÖVP) von Kirchdorf ist: „Die Katholische Jugend kennt keine Grenzen. Da kommen alle gesellschaftlichen Schichten zusammen – da ist es egal, ob jemand Maurer oder Studierende ist“, sagt Josef Schöppl. Manchen wird es da wohl schwerfallen, dass mit 30 Jahren auch die schönste Kirchdorfer KJ-Zeit ihr Ende hat.