Kaufen, kaufen, kaufen! – Zu keiner anderen Zeit wird dieses Motto so intensiv gelebt wie im Advent. Zum 8. Dezember sind die Begehrlichkeiten noch einmal gesteigert. Doch gibt es einen ganz anderen Zugang zum Feiertag, der heuer zudem auf einen Sonntag fällt. EIn Denk Mal.
Leisten wir uns Kauf-Aussetzer, Konsum-Zurückhaltung, Tempo-Reduzierung. Weihnachten ist durch die Hauptpforte des Seins zu erreichen. Durch den Neben-Eingang des Habens drängeln genug. Man sieht nur mit dem Herzen gut, sagt der Fuchs im Buch „Der kleine Prinz“. Allzu viel verstellt diesen Herzens-Blick; im Wenigen und Knappen wird er frei für das Wesentliche.
Wie man dichtend durch Knappheit zum Wesentlichen kommt, zeigt die japanische Gedichtform des Haikus: In der ersten Zeile stehen fünf Silben, in der zweiten sieben und in der dritten wieder fünf Silben. Das Haiku ist eine gute adventliche Stil-Übung, zu der dieses Denk-Mal einlädt. Ein Beispiel: Winkende Lichter / Das Signal nicht verstehend / Schlägt der Lärm um sich.
Machen Sie mit. Schreiben Sie nach diesem Muster (5–7–5) ein Gedicht in Haiku-Form oder mehrere solch knappe Gedichte und schicken Sie uns diese/s bis 13. Dezember. Wir verlosen zwei Exemplare „Der kleine Prinz“ von Saint-Exupéry. Adresse: KirchenZeitung, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz, E-Mail: service@kirchenzeitung.at