Ausgabe: 2002/40, Hunde, Hundekot, Menschenfreunde, Welttierschutztag, Tiere, Franz von Assisi
01.10.2002
- Ernst Gansinger
Hunde. Die Emotionen gehen hoch. Wer dafür einen Beweis braucht, weil es ihm an eigener Erfahrung mangelt (was nicht vorstellbar ist), dem sei ein Recherche-Viertelstündchen im Internet geraten.
Er wird auf die Homepage der Hundepartei stoßen – ja, so was gibt’s – und er wird nicht lange brauchen, um den Internetauftritt der „Hundehasser“, gibt’s auch, zu finden. Da und dort geht es nur vordergründig um den Hund. Viel mehr sind die Menschen am anderen Ende der Leine gemeint. Wenigen „schwarzen Schafen“ unter den Hundebesitzern ordnet die Hundepartei zu, wenn es Ärger wegen der Hunde gibt. Liest man bei den Hundehassern nach, könnte man meinen Hundstrümmerl am Weg oder im Sandkasten, Bein hebende Hunde beim Haustor und beißwütige Köter seien der Normalfall.
Der Welttierschutztag, 4. Oktober, könnte Anstoß für weniger Emotionen in der Diskussion sein. Nicht die Hunde sind es, sondern die Menschen. Die müssten sich jene Qualitäten zu eigen machen, die Hundehalter an Hunden loben: Menschenfreundlichkeit und Rücksichtnahme. Da gibt es auf beiden Seiten Verstöße.