Durch eine verblendete Ideologie haben unzählige Menschen hier ihr Leben verloren. So erinnerte Bischof Maximilian Aichern an ein dunkles Kapitel der Geschichte, als er zusammen mit den Vertretern anderer christlicher Kirchen und der Israelitischen Kultusgemeinde die Beisetzung der sterblichen Überreste von Opfern von Hartheim am 27. September vornahm. In einer von Herbert Friedl gestalteten Gedenkstätte vor dem Schloss wurden die Opfer in einem offiziellen Trauerakt des Landes bestattet. Niemals mehr dürfe der Bruder dem Bruder zum Wolf werden, betonte Aichern. Hartheim sei „ein Stein gewordenes Symbol für barbarische Grausamkeit“, sagte Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer. 30.000 Menschen waren in Hartheim in der Zeit der nationalsozialistischen Herrschaft ermordet worden. Die menschlichen Überreste waren bei den Vorbereitungsarbeiten für die Landesausstellung im Jahr 2003 im Schloss gefunden worden.