Niederwaldkirchen und St. Peter am Wimberg beraten Zusammenarbeit
Ausgabe: 2002/40, Niederwaldkirchen, St. Peter am Wimberg
01.10.2002
- Josef Wallner
Wie bleiben Pfarren lebendig trotz weniger Priester? – Mehr als hundert Teilnehmer kamen zu einer Podiumsdiskussion über „Seelsorge der Zukunft“.
Die beiden benachbarten Pfarren Niederwaldkirchen und St. Peter hat mit Schulbeginn die Realität eingeholt. Nachdem Paulus Manlik vom Stift Schlägl, bisher ständiger Aushilfspriester in St. Peter, eine neue Aufgabe übernommen hat, ist Pfarrer Karl Arbeithuber nicht nur juridisch, sondern auch für die Gottesdienste in beiden Pfarren zuständig.
In einer Podiumsdiskussion schufen die Pfarrgemeinderäte und das Bildungswerk ein Forum, in dem die Unsicherheiten und die Fragen rund um die neue Situation zur Sprache gebracht werden konnten. Auffallend, dass Pfarrer Arbeithuber und die Vertreter/innen der Pfarre am Podium kaum dem nachjammerten, was nicht mehr möglich sein wird. Die Gesprächsbeiträge kreisten um die Zukunft. Man müsse die neue Situation als Chance verstehen, so der einhellige Tenor der Runde.
„Auf das reiche Potenzial an Frauen“ wies die Bäuerin Heidi Schürz-Kranzer hin: „Ich wünsche mir, dass uns die Amtskirche mehr zutraut und mehr einbezieht.“ Herbert Scheuchenpflug, Lehrer und Obmann des Sportvereins, brach eine Lanze für die Kinder- und Jugendarbeit: Trotz Personalmangels in der Kirche dürfe sie nicht zu kurz kommen. Jutta Lindorfer gehört von Anfang an zum Vorbereitungsteam der Familienmesse: „So wie die Einführung der Familiengottesdienste gelungen ist, werden auch weitere Neuerungen in der Pfarre gelingen“, ist sie überzeugt.
Die rege Beteilung an der Diskussion ist für Pfarrer Karl Arbeithuber ein Signal, dass er optimistisch in die Zukunft schauen kann: „Die vielen Menschen, denen nicht egal ist, was passiert, machen mir Mut.“ Jeder ist mitverantwortlich, appellierte auch Biobauer Josef Stöbich an das Publikum. Die beiden Pfarrgemeinderats-Vorsitzenden Heinz Hartl (St. Peter) und Bernhard Falkinger (Niederwaldkirchen) bitten um Verständnis, dass das Zusammenwachsen der beiden Pfarren dauern wird. Weil Niederwaldkirchen und St. Peter Florianer „Stiftspfarren“ sind, war auch Prälat Wilhelm Neuwirth Diskutant am Podium. Er informierte über den Gesprächsprozess, in dem die Florianer Chorherren über die Zukunft ihrer Gemeinschaft beraten.