Überall im Land herrscht Angst vor dem Krieg – und die Menschen rechnen damit, dass er nicht ausbleibt. Der chaldäische Priester Dr. Louis Sako berichtete am Montagabend direkt aus dem Irak der Kirchenzeitung. „Wir wissen nicht, wie es weitergehen wird“. Den Preis müßten viele Unschuldige zahlen. Die rund 700.000 Christen im Irak hätten keine Nachteile gegenüber Muslimen. Dankbar erwähnt Sako die Solidarität der Christen in Europa. „Das hilft sehr viel!“ Besonders nennt er den Papst. Johannes Paul II. hat letzten Sonntag aufgerufen, für den Frieden zu beten. Vor allem das Rosenkranzgebet im Oktober soll unter diesem Anliegen des Friedens im Nahen Osten stehen. Eine Militäraktion dürfe nicht mehr Leid verursachen als sie abwehren will, formulierte die europäische kirchliche Friedensbewegung „Pax Christi“, Krieg sei nicht das einzige Mittel der Selbstverteidigung. Die Dynamik der Angst müsse durchbrochen werden.