Obwohl man im Internet Millionen Mal auf das Wort Gott stößt – der bevorzugte Ort der Gottesbegegnung bleibt die zwischenmenschliche Beziehung, so Prof. Jozef Niewiadomski beim Diözesantag der Kath. Männerbewegung.
Die Menschen haben innerhalb von nur zehn Jahren eine neue Welt erschaffen: die Cyberwelt aus Computern, Glasfaserkabeln und Netzwerken. Das Internet hat die Möglichkeiten der Kommunikation revolutioniert, aber auch den zwischen-menschlichen Umgang verändert. Vom Gespräch über das Einkaufen bis zur Wahl ist alles „virtuell“ – ohne realen Kontakt zu Menschen – möglich. Dem gegenüber wies Niewiadomski, Universitätsprofessor für Dogmatik in Innsbruck, auf die Bedeutung der Begegnung mit Menschen hin: „Wo Menschen beim Essen, Trinken und in der Liebe zu Gemeinschaft finden, da verwandelt Gott das Leben der Menschen und er wird erfahrbar.“ Weil Gott das Leben der Menschen umfängt , können sie einander zu Zeichen des Glaubens werden. Schuld, Krankheit und Versagen haben keinen Platz in der Cyberwelt, daher kommt dem angreifbaren Leib Christi – der Kirche – besondere Bedeutung zu, so Niewiadomski.
Keine Wahlempfehlung
KMB-Diözesanobmann Dr. Franz Gütlbauer nahm in seinen Erklärungen zur kommenden Nationalratswahl Stellung. „Für die KMB gibt es keine Präferenz zu Gunsten einer der wahlwerbenden Parteien. Wir verlangen aber von diesen und den Politikern ein Handeln nach den christlichen Grundsätzen. Jeder Wähler hat selbst die Entscheidung zu treffen, bei welcher Partei er dies mehr oder weniger gewährleistet sieht.“ Unverzichtbares Kriterium für die Wahlentscheidung sei, so Gütlbauer, die katholische Soziallehre: „Als Katholische Männerbewegung fordern wir die Einhaltung der katholischen Soziallehre. Es muss danach getrachtet werden, dass die vorhandenen Ungerechtigkeiten, insbesondere zwischen Frauen und Männern, Mehrkindfamilien und Alleinstehenden, zwischen Inländern und Ausländern, um nur einige aufzuzählen, sukzessive abgebaut werden.“