„Für unseren Bischof Ludwig“ wird ab nun bei allen Messfeiern in Oberösterreich gebetet. Ein Gebet, um das der neue Bischof unsere Leserinnen und Leser – auch außerhalb der Messfeier – bittet (siehe Begrüßungsbrief nebenan). Das Gebet ist eine Form, in der sich in ihren Anliegen Menschen gemeinsam vor Gott hinstellen. Bei seiner Amtsübernahme hat Bischof Ludwig Schwarz eine Reihe von Anliegen genannt, die ihm besonders wichtig sind: Familie, Jugend, Eucharistie. Vor allem auch Einheit. Programm hat er aber keines vorgestellt und sich dabei auf Papst Benedikt XVI. berufen, der auch kein besonderes Programm bei der Amtsübernahme vorgegeben hat. Programm ist die schlichte Verkündigung des Evangeliums, sagt Bischof Dr. Ludwig Schwarz. Und das ist gut so. Die Verkündigung des Evangeliums unter heutigen Bedingungen scheint in der Tat eine der anspruchsvollsten Aufgaben für die christlichen Kirchen zu sein. In einer Zeit, in der frühere Selbstverständlichkeiten zerbrochen sind – Kirchenbesuch, ausreichende Zahl an Seelsorgern – bedarf dies neuer Phantasie und neuen Mutes. Vor allem aber bedarf es eines: menschlicher Nähe. Verkündigung hat sich zu allen Zeiten durch Begegnung abgespielt. Die modernsten Kommunikationstechniken können die wirkliche Hand, die hilft, nicht ersetzen. Handy und E-mail ersetzen nicht den Krankenbesuch. Verkündigung geschieht, wo Menschen in der Tat einander begegnen. Oberösterreich darf sich – wie es auch bei Bischof Aichern war, – wiederum über einen Bischof freuen, der an der Begegnung Freude hat. Sind nicht auch den Jüngern von Emmaus in der Begegnung die Augen des Glaubens aufgegangen?