Ausgabe: 2005/39, Kopf der Woche, Lerch, Der Zeitungsmacher
28.09.2005
- Hans Baumgartner
Wenn Sie heute eine neu gestaltete Kirchenzeitung in der Hand haben, dann ist das zum guten Teil das Verdienst von Klaus Lerch. Er hat das neue Kleid entworfen und für den Alltagsgebrauch geschneidert.
Mit zwölf Jahren machte der gebürtige Dornbirner Klaus Lerch (40) seine erste Zeitung. „Hütte aktuell“ berichtete von den Abenteuern und den Interessen einer Freundesclique, die sich häufig in einer Holzhütte traf. „Sogar Kochrezepte hatten wir drinnen, denn schließlich sollten die Nachbarn und Verwandten die Zeitung ja auch kaufen“, dachte Lerch schon damals kundenorientiert – eine Fähigkeit, die die Kirchenzeitungen von Linz, Innsbruck und Feldkirch bei der Erarbeitung eines neuen Layouts bereits zum zweiten Mal (aus)nutzen durften. Die verschiedenen Vorstellungen der beteiligten Partner unter einen Hut zu bringen und im Detail auszuarbeiten, damit die Redaktionen selbständig damit arbeiten können, war „sehr spannend und manchmal auch mühsam zugleich“, meint Lerch rückblickend.
Der Vielfältige. Noch während seines Jusstudiums gründete Lerch mit dem Tiroler Kurt Egger eine gemeinsame Firma. Als Gestalter der Hochschülerschaftszeitungen von Innsbruck (Lerch) und Wien hatten sie sich bei einem Kurs kennen gelernt. Heute machen sie vor allem Kunden- und Mitarbeiterzeitungen für Unternehmen. „Mich reizt dabei vor allem, dass ich hier das machen kann, was ich schon bei meiner ersten ,Zeitung‘ getan habe: schreiben, gestalten und produzieren. Ich habe früher auch als Journalist gejobbt, aber da ging mir immer etwas ab. Mich reizt die Vielfalt meines Berufs“, sagt Klaus Lerch. Für die Caritas macht Lerch u. a. die Spenderinfo und „Zum Thema“. Für die Erzdiözese Wien produzierte er das Gratismagazin „Dialog“.