Wohlfühlen im SERVAS bei Irmi Raffetzeder (links unten) und Verena Sterrer (rechts unten).
In den kommenden Wochen stellt FOR YOU die katholischen Jugendzentren in Oberösterreich vor. Den Anfang macht aus aktuellem Anlass das „Servas“ im Stadtzentrum von Vöcklabruck.
Der Oktober naht und mit ihm das dazugehörige Fest: Ab Freitag, 29. Oktober, steht das Jugendzentrum „Servas“ in Vöcklabruck einen Monat lang im Zeichen von Weißwurst und Brezen. Das eine oder andere Fass Weißbier wird wohl auch gezapft werden, denn das „Servas“ ist nicht nur ein Jugendhaus, sondern auch ein Café-Pub – und damit in Österreich einzigartig.
Zwei-Säulen-Modell. Seit zehn Jahren bewährt sich das Projekt, das auf zwei Säulen aufbaut. Zum einen ist da das professionell geführte Café, in dem kein Konsumzwang herrscht. Der Wirtschaftsbetrieb muss sich wirtschaftlich selbst erhalten. Zum anderen gibt es die Aktivzone als Bereich für Kreatives, Inhaltliches und Spirituelles. Das Programm reicht von Selbstverteidigungskursen über Workshops bis hin zu Meditationen und Taizé-Gebeten. Irmi Raffetzeder, Leiterin der Aktivzone, und die Jugendleiterin Verena Sterrer begleiten zudem Schulklassen bei Orientierungstagen. Subventioniert wird die Aktivzone von der Diözese Linz und der Stadtgemeinde Vöcklabruck.
Zweites Zuhause. „Jugendliche sollen sagen können ,Wenn’s mir schlecht geht und ich jemanden zum Reden brauche, gehe ich ins Servas’“, sagt Raffetzeder. Vor allem Schüler/innen machen davon Gebrauch. Jacqui, 14, ist mit ihrer Freundin Lisa, 16, fast jeden Tag da. „Wie ein zweites Zuhause“, empfindet sie das „Servas“. Auch Christina hat hier ihr „zweites Wohnzimmer“ gefunden. Gemeinsam mit ihrer Clique ist die 20-jährige Krankenschwester Stammgast im Jugendzentrum. Vorwürfe, mit denen sich die Geschäftsleitung wegen des Alkoholausschanks zuweilen konfrontiert sieht, entkräftet Raffetzeder: „Wir halten uns strikt an das Jugendschutzgesetz.“Na dann: Servas im „Servas“!