Das Jugendzentrum „Aufbruch“ im Stift Wilhering feierte am vergangenen Samstag sein 10-jähriges Jubiläum. Aus einem Traum, den Pfarrer Heinz Purrer träumte, wurde Wirklichkeit.<7b>
„Aus der kleinen Pflanze ist ein stattlicher Baum geworden“, sagt P. Reinhold Dessl, Obmann des Vereines „Spirituelles Jugendzentrum Aufbruch“ (oberes Bild, 2. v. links). „Ein Kind begann zu leben“, meinte Abt Gottfried Hemmelmayr vor zehn Jahren. „Jetzt hat es gehen gelernt.“ Diese Metaphern stehen für die Entwicklung einer mutigen Idee zu dem, was das „Aufbruch“ in Wilhering heute ist: ein spirituelles Jugendzentrum, das jungen Menschen Gemeinschaft und Stille gleichermaßen bietet. Der damalige Kaplan Mag. Heinz Purrer war es, der vorerst in Linz und Leonding verstärkt mit Jugendlichen arbeitete. Er organisierte Schulgottesdienste, Einkehrtage und Taizé-Gebete. Schließlich gründete er mit Jugendlichen die überregionale Schülerzeitung „Aufbruch“.
Aufgelassenes Internat. Auf Vermittlung von Sr. Antonia Maria Huber (oberes Bild, links), die das Jugendzentrum gemeinsam mit Heinz Purrer ehrenamtlich leitet, stellt das Stift Wilhering nun schon seit zehn Jahren die aufgelassenen Internatsräume unentgeltlich für das „Aufbruch“ zur Verfügung. „Die Infrastruktur des Klosters und der Schule können benutzt werden“, bestätigt Purrer. Neben Stille und Meditation gibt es für die Jugendlichen also die Möglichkeit, im Turnsaal des Stiftsgymnasiums ihrem Bewegungsdrang nachzukommen.
Junges Leben, alte Mauern. Besonders an Wochenenden finden spirituelle Veranstaltungen für Jugendliche in den alten Mauern des Stiftes statt: Besinnungs-, Meditations- und Bibeltage. Ein besonderer Höhepunkt ist das jährliche internationale Jugend- und Missionsfest, zu dem heuer im Frühjahr über 200 Jugendliche kamen. Unterstützt wird das „Aufbruch“ von verschiedenen Ordensgemeinschaften, der Diözese Linz und vielen engagierten Jugendlichen. Ein wichtiger Eckpfeiler im „Aufbruch“-Konzept ist das soziale Engagement. So gibt es seit Jahren eine enge Zusammenarbeit mit Abt José Hehenberger zur Unterstützung von Straßenkindern in Brasilien.