Bedeutende Ereignisse finden statt. Die Weltbischofssynode zum Beispiel. In der allgemeinen Tagespresse ist wenig davon die Rede. Die Synoden-Thematik Eucharistie scheint wohl zu wenig quotenträchtig – oder gar weltfremd? Zu wenig außergewöhnlich jedenfalls und zu alltäglich.
Alltäglich? Das ist die Eucharistie für die meisten längst nicht mehr. Nicht einmal sonntäglich. Und das ist das Problem. Wenn Menschen der Sinn für das Geschehen der Eucharistie abhanden kommt, schwindet auch das Gespür für das Leben. Es geht um die Grundnahrung, den Grund des Lebens – worauf man hoffen darf. Immer wieder darauf hingewiesen zu werden, dass das wirkliche Brot des Lebens ein anderes ist als jenes, das man kaufen oder auch erarbeiten kann – darin liegt der Sinn der Eucharistie.
Die Bischöfe bei der Synode versuchen Antworten zu finden. Doch die Synode findet nicht nur in Rom, sondern vor allem in den Pfarren statt, in denen der Tisch der Eucharistie in der Tat gedeckt wird. Was geschieht hier, dass der wertvollste Schatz der Kirche nicht zugeschüttet wird?