Die Kirchenzeitung war zu Gast bei einem Treffen Religionslehrerinnen und Pfarrer in St. Georgen/Gusen
Ausgabe: 2005/42, St. Georgen, Religionslehrerinnen, Schulen, Geissler, Watzinger, Sotsas, Benezeder
21.10.2005
- Matthäus Fellinger
Die Religionslehrerinnen von St. Georgen und Luftenberg (von links): Claudia Watzinger, Andrea Renoldner-Burianek, PhilomenaLichtenberger, Christine Sotsas, Monika Weilguni, Monika Dorfer und Elisabeth Geissler mit Pfarrer Franz Benezeder.
Donnerstag, fünf Uhr nachmittags. Für die meisten Lehrerinnen und Lehrer ist der Schultag zu Ende. Nicht so für die Religionslehrerinnen in St. Georgen an der Gusen. Im Pfarrhof sind sie zu einem Treffen geladen. Religionsunterricht und Pfarre – das braucht ein gutes Miteinander.
Gleich drei sind neu in diesem Jahr. Bei Religionslehrkräften ändert sich im Lauf des Berufslebens oft viel. An der „Stammschule“ gibt es nicht genug Stunden zu unterrichten. Um auf ein entsprechendes Ausmaß zu kommen, werden sie oft zu Pendlern. Dass zwischen Schule und Pfarre gut zusammengearbeitet wird, ist Pfarrer Franz Benezeder ein Anliegen. Er lädt daher regelmäßig die Religionslehrerinnen ein. Heute geht es zunächst einmal um ein Kennenlernen der neuen Gesichter. Erfahrungen, Unterlagen werden getauscht. Für die Neuen ist es wichtig zu hören, wie etwa die Vorbereitung auf die Erstkommunion oder Firmung geschieht. Zwei Hauptschulen, drei Volksschulen und eine Sonderschule gibt es in St. Georgen und Luftenberg. Rund 800 Kinder besuchen die Pflichtschulen.
Start ins Schuljahr. Es hat gut angefangen, ist Christine Sotsas aus St. Florian froh. Hauptsächlich unterrichtet sie in Leonding. Für sechs Schulstunden wechselt sie das Donauufer und kommt nach St. Georgen. Auch Elisabeth Geissler ist optimistisch: Der polytechnische Jahrgang scheint heuer sehr interessiert zu sein. Claudia Watzinger ist – wie auch Philomena Lichtenberger – neu in der Runde. Von Kollegen und Kolleginnen fühlen sie sich gut aufgenommen. Claudia unterrichtet auch in Linz an der Schule für Seh- und Hörbehinderte. Ihre Kinder an der Volksschule ließen sich dafür begeistern, ein paar Begriffe in Gebärdensprache zu erlernen.
Einteilung ist alles. Bei den Treffen im Pfarrhof geht es um viel Praktisches. Termine zum Beispiel. Pfarrer Benezeders Terminkalender wird an diesem Abend enorm „angereichert“. Schulgottesdienste und andere Veranstaltungen, bei denen der Pfarrer dabei sein soll, werden bis in die Fastenzeit hinein festgelegt. Kaplan Raphael aus Ghana ist nur noch bis Weihnachten da. Im nächsten Jahr wird man daher die Firmvorbereitung nicht mehr so intensiv gestalten können. Monika Weilguni nimmt sich um diese Aufgabe an.
Umgang mit Erwartungen. Religionslehrer/innen sehen sich oft unerfüllbaren Erwartungen ausgesetzt. Am außerschulischen Pfarrleben können sie sich jedoch nur an einer Pfarre – meist am Ort ihrer Stammschule oder in der Wohnpfarre – intensiver beteiligen. Pfarrer Benezeder hat Verständnis dafür. Das abendliche Treffen haben besonders die Neuen als schön empfunden. Wenn man nur für ein paar Stunden an einer Schule ist, ist es schwer, Kontakte zu knüpfen.