Ein Reinigungsmittel für alle Arten von Verschmutzung gibt es nicht, da sollte man sich auch vom „Allzweckreiniger“ nicht in die Irre führen lassen. Aber es gibt alte Hausmittel, die vieles können und eine Menge unterschiedlicher Spezialreiniger überflüssig machen.
Soda war zum Beispiel früher in jedem Haushalt zu finden. Gemeint ist Waschsoda, nicht zu verwechseln mit Natron, dem Speisesoda, das bald wieder in den Lebkuchenteigen verarbeitet wird – aber das ist eine andere Geschichte. Soda war neben Glycerin, Waschbenzin oder Kernseife wichtiges Reinigungsmittel für (fast) alles. Und es erlebt eine Renaissance, zumindest auf einschlägigen Internet-Plattformen (z.B. www.smarticular.net), die etwa folgende Rezeptur für einen Soda-Allzweckreiniger empfehlen: 10 g Soda in 120 g kochendem Wasser auflösen. 30 g Essigessenz zugeben (Achtung, das zischt!), 30 g Spülmittel oder Neutralseife einrühren und den Topf vom Herd nehmen. Die Lauge mit 750 g Wasser verdünnen, je nach Vorliebe ein ätherisches Öl dazugeben und ausgekühlt in eine Sprühflasche füllen. Der Reiniger ist für fast alle Oberflächen geeignet, Stein könnte allerdings matt werden. Achtung! Soda ist ätzend, daher ist es ratsam, bei der Soda-Verwendung sowie der Herstellung eines Reinigers Handschuhe anzuziehen.
"Liebes Frauchen" - Kurioses aus den 1950er Jahren
Beim Durchblättern eines „Hausfrauen-Ratgebers“ aus den 1950er Jahren stößt man auf ein längst vergangenes Anwendungsgebiet von Soda: „Dagegen weise ich dich, liebes Frauchen, darauf hin, dass die Eimer und Geschirre in den Nachttischen jeden Morgen nicht bloß, wie dies vielfach in oberflächlicher Weise geschieht, ausgegossen, sondern mit heißem Sodawasser, dem man ab und zu einige Tropfen Salzsäure beisetzt, ausgebrüht und ausgebürstet werden. Es ist unbegreiflich, dass diese, von der Hygiene diktierte Sitte nicht überall herrscht.“ Soda bleibt Soda, aber sonst hat sich zum Glück doch einiges geändert.