Mehrere hundert deutschsprachige Freiwillige, auch aus Österreich, sind in Israel und in den palästinensischen Autonomiegebieten. Viele arbeiten in der Betreuung von Shoah-Überlebenden, in Museen und Instituten, andere wiederum in arabischen Schulen und palästinensischen Flüchtlingscamps. Die Wahrnehmung des Nahostkonflikts unterschiedet sich sehr zwischen den Freiwilligen, die in Israel Dienst leisten, und jenen, die sich im Westjordanland und in Ostjerusalem engagieren. Daher kamen am 9. Juni etwa 25 Jugendliche, die in jüdischem und arabischem Umfeld tätig sind, in die Erlöserkirche in der Jerusalemer Altstadt, um über den israelisch-arabischen Konflikt zu diskutieren. Trotz verschiedener Meinungen über den aktuellen Schiffs-Zwischenfall, über die Hamas und über die Siedlungen wurde klar: Nur der ohne Ressentiments geführte Diskurs, besonders in Deutschland und Österreich, kann im Nahostkonflikt weiterbringen.
Zeitgeschichte in Wels
Die Stadt Wels und die „Welser Initiative gegen Faschismus“ bemühen sich um zeitgeschichtliche Aufklärung an den Schulen. Vier Mittelschulen übernahmen Patenschaften für „Stolpersteine“, das sind Messingplatten im Gehsteig, die an ermordete NS-Gegner erinnern. Jugendliche dieser Schulen haben am 31. Mai ihre Aktivitäten präsentiert. Das Foto zeigt die Präsentation einer Klasse der HBLW Wels, die in einer szenischen Lesung mit Musik das Leben und Sterben der Welser Jüdinnen Ernestine, Klara und Elfriede Grünberg darstellte.