Im Zuge der Gegenreformation wurden im Laufe des 17. Jahrhunderts aus dem heutigen Oberösterreich an die 50.000 Menschen vertrieben, weil sie nicht zur katholischen Kirche zurückkehren wollten, sondern ihrem protestantischen Glauben treu blieben. Österreichweit sollen es von 1618 bis 1680 bis zu 100.000 Deportierte gewesen sein. Beim Symposium „Gegenreformation und Vertreibung“ am 19. Juni 2010 in Rutzenmoos wurden Forschungsergebnisse zu diesen noch im 20. Jahrhundert die Beziehung der Kirchen belastenden Vorkommnissen präsentiert. Renate Bauinger aus Neuhofen an der Krems stellte unter anderem das Schicksal ihrer eigenen Vorfahren aus Bad Goisern vor. Zwischen 1734 und 1737 wurden 624 Personen aus dem Salzkammergut vetrieben und in den bereits bestehenden Dörfern der Siebenbürgener Sachsen angesiedelt.