Hoch hinauf wagt sich ARTE in diesem Sommer. Hoch hinauf auf den Kilimandscharo in Tansania, den Tianshan in Kirgistan, in die Hochgebirgswüste Ladakh oder auf den Mount McKinley in Alaska.
Die Suche nach Entdeckungen, ungewöhnlichen Orten und interessanten Begegnungen führt in 20 (Doku-)Etappen auf schneebedeckte Gipfel und in von Nebelschwaden durchzogene Täler legendärer Gebirge. Die Berge, deren Gipfel in den Wolken verschwinden, sind mitunter schwer zugänglich, immer aber faszinierend und imposant. Wohl deshalb locken sie alljährlich tausende Touristen – allein zum fast 6000 Meter hohen Kilimandscharo, den die Reihe am 21. Juli „besteigt“, pilgern jährlich rund 25.000 Menschen, um ihn, wie Tourismusprospekte gerne versprechen, als „durchschnittlich vortrainierter Mensch in fünf Tagen zu bewältigen“. Dass sie damit einer empfindlichen Natur, die ohnedies von globalen Veränderungen und Zerstörungen stark betroffen ist, zusätzlich irreparablen Schaden zufügen, wird kaum bedacht. Die Dokumentationsreihe besucht Berge, die zu den höchsten der Welt gehören und von den Anwohnern nicht selten als heilig verehrt werden. Bergführer, Bauern, Handwerker, Lastenträger, Historiker und Geologen führen durch die Berglandschaften, deren außergewöhnliche Schönheit es zu bewahren gilt. Und sie machen Halt in den Dörfern, denn immer sind es die Menschen, die interessieren, ihr harter Alltag in den abgelegenen Tälern oder den hochgelegenen Orten, der so gar nichts mit der rastlosen westlichen Zivilisation gemein hat. „Ausschlaggebend für die Wahl der Bergregionen waren ihre natürlichen oder kulturellen Besonderheiten. Darüber hinaus stehen viele dieser Berge auf der Liste des UNESCO-Welterbes“, meint der Programmführer von ARTE zur Reihe „Auf den Gipfeln der Welt“, die in den nächsten Wochen werktags um jeweils 19.30 Uhr (mit Wiederholungen um 14.00 Uhr) ausgestrahlt wird. Folge eins am 28. Juni führt in die Region um den Ras Daschan, den höchsten Berg Äthiopiens. Ethnologen gehen davon aus, dass hier die ersten Menschen lebten.
Christiane Luftensteiner-Höllrigl, Medienreferat der Bischofskonfernz