Von Kosten-Senken kann im Gesundheitswesen keine Rede sein, aber eine Dämpfung der Kostensteigerungen ist notwendig. Selbstverständlich tragen dieses Vorhaben des Landes Oberösterreich die sieben Ordensspitäler mit, erklärt Mag. Peter Ausweger, Geschäftsführer der Oö. Ordensspitäler Koordinations GmbH. Die bislang jährlichen Mehrkosten von 4,2 Prozent bei sinkenden Einnahmen der öffentlichen Hand wegen der Wirtschaftskrise würden die Finanzen sprengen, wenn man nicht gegensteuert. Konkret werde es aber darauf ankommen, wie gespart werde, so Ausweger. Die Ordensspitäler werden sich in den von Landeshauptmann Pühringer am 1. Juli 2010 eröffneten Beteiligungsprozess mit ihren Ideen einbringen. Ausweger denkt etwa an gesetzliche Vorschriften im Baubereich, die keinen Patientennutzen haben, den Erhaltern aber Geld kosten. Auch Anwesenheitsdienste sind in manchen Fällen überreguliert. In der Expertenkommission des Landes, die die Reform erarbeiten wird, sind auch zwei Vertreter der Ordensspitäler Mitglied. In Kraft treten soll die Reform Mitte 2011. Eine Schließung von 25 bis 30 Abteilungen in den 20 oberösterreichischen Spitälern und Schwerpunktsetzungen in einzelnen Häusern scheinen bevorzustehen.