Maturant macht mit Erfindung Sonnenenergie besser nutzbar
Lukas Bernhofer hat eine Steuerung entwickelt, bei der elektrische Geräte bevorzugt dann laufen, wenn genug Solarstrom dafür da ist. Der Patentantrag für die kostensparende Erfindung ist eingebracht, der 19-Jährige hofft, dass bald viele von seiner guten Idee profitieren können.
Von zu Hause kennt Lukas Bernhofer das alltägliche Problem. „Wir wollen bei unserem Haus die Solaranlage immer geschickt einsetzen und schalten den Geschirrspüler vor allem dann ein, wenn die Sonne scheint“, erzählt der Maturant der HTL Braunau. Damit soll vermieden werden, dass der überschüssige Sonnenstrom für relativ wenig Geld ins Netz eingespeist wird und später wieder relativ teurer Strom gekauft werden muss. Da die händische Einschaltmethode je nach vorhandener Sonneneinstrahlung umständlich ist, entwickelte der 19-Jährige eine intelligente Steuerung, die die Zeiten von Energieproduktion und -nutzung ideal aufeinander abstimmt. „Durch die Steuerung schalten sich die Geräte automatisch ein, wenn genug Energie vorhanden ist.“ Damit etwa ein Waschgang in jedem Fall zu Ende geführt werden kann, wird der Strom der Kollektoren mit konventioneller Energie gekoppelt. Ein Jahr Forschung. Ein Jahr lang hat er im Rahmen seiner Diplomarbeit den Prototyp entwickelt. Die Verwirklichung des Projekts geschah in Zusammenarbeit mit der Firma Ginzinger electronic systems. Lukas Bernhofer ist vor allem von den technischen Möglichkeiten im Bereich Klimschutz fasziniert, darüber hinaus ist es ihm ein Anliegen, dass „auch künftige Generationen einen sauberen Planeten“ vorfinden. Derzeit läuft noch der Patentantrag für seine beim Wettbewerb Jugend innovativ preisgekrönte Idee. „Ich bin zuversichtlich, dass dieser durchgeht“, sagt Bernhofer. Die Chance, seine Idee einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen, hat er jedenfalls bei der Erfindermesse im Herbst in Nürnberg und einer Nachhaltigkeitsmesse im April in den USA.