BRIEF_KASTEN
Der Satz aus der Rede von Bundeskanzler Sebastian Kurz zum 75-Jahr-Jubiläum der Zweiten Republik ist ebenso bemerkenswert wie die Ankündigung, gegen Steuerflucht und „ungerechte Steuermodelle großer Konzerne“ ankämpfen zu wollen.
Zwar sind das mittelfristige Ankündigungen: Noch hat uns das Coronavirus im Griff und die wirtschaftlichen Folgen werden immer größer. Aber gerade beim letzten Punkt könnten beide Vorhaben ansetzen: mehr Geld denen zu lassen, von denen diese Gesellschaft lebt; mehr Steuern von jenen einzuheben, die sich bisher recht erfolgreich um ihren Beitrag zur Allgemeinheit gedrückt haben. Man muss auch ergänzen: die unterstützen, die Hilfe benötigen. Eines muss aber auch klar sein: Das alles kann die Bundesregierung alleine nicht bewerkstelligen, da braucht es die Mithilfe der Sozialpartner, der parlamentarischen Opposition und letztlich auch europäischer Partner, wenn es um Steuerfragen geht. Womit wir wieder beim 75-Jahr-Jubiläum sind: Der Erfolg der Zweiten Republik fußt zu einem Gutteil auf der kompromissbereiten Zusammenarbeit in Politik und Gesellschaft. Das ist ein Zukunftsmodell.
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