BRIEF_KASTEN
Die Schule beginnt – wie jedes Jahr um diese Jahreszeit. Viel wird darüber gesprochen, dass es seit zwei Jahren der erste Schulbeginn ohne Corona-Test- und Maskenpflicht ist.
In der Ukraine ist es der erste Schulbeginn seit dem Einmarsch Russlands am 24. Februar. 2.200 Schulen und Bildungseinrichtungen wurden seither von Bomben oder Schüssen getroffen, mehr als 200 komplett zerstört. Die Hälfte der Schulen ist gerüstet: In 12.000 Schulen sind zusätzliche Klassenräume im Bombenkeller eingerichtet. Welche Spuren hinterlassen diese Eindrücke in den Kindern und Jugendlichen? Auf Bildern aus Kiew sind Kadetten in Uniform zu sehen, denen gerade erst die Milchzähne fehlen. Im Regal ihres Klassenraums steht eine Plastikuhr mit bunten Zeigern, wie man sie verwendet, um die Uhr lesen zu lernen.
Der „Kriegsgeist“, der sich in die Köpfe und Herzen der Schülerinnen und Schüler schleicht, ist verständlich. Doch wann ist wieder Zeit für Friedensgeist? Wie viele Schulbeginne im Krieg werden die Kinder der Ukraine erleben? Der Weg des Dialogs ist im Zusammenhang mit diesem Krieg schwierig. Diese Erfahrung machte auch Papst Franziskus, der trotzdem verzweifelt versucht, das in seiner Macht Stehende zu tun.
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