Hannah Bilgeri MA ist Pastoralassistentin in Ausbildung in der Pfarre Bruder Klaus in Dornbirn Schoren.
Mateusz Krzysztof Kądzioła ist Priesteramtskandidat und absolviert in der Pfarrgemeinde Leonding-St.Michael sein Pastorales Einführungsjahr, das von der Pastoraltheologin Klara Csiszar als „School of Synodality“ begleitet wird. Zu dieser pastoralen Ausbildung gehört auch die Durchführung eines pastoralen Projekts. „Nach Gesprächen mit den einzelnen Gruppen in der Pfarrgemeinde hat sich schließlich das ‚Frauenmosaik Leonding‘ angeboten, mit mir gemeinsam ein Projekt zum Thema ‚Frauen in der Kirche‘ durchzuführen“, erzählt Mateusz Kądzioła. In der Folge besuchten Kądzioła und Leondinger „Mosaik“-Frauen alle weiteren fünfzehn Pfarrgemeinden der Pfarre TrauenerLand. Sie luden dort zu Treffen ein und stellten den Frauen drei Fragen: Was prägt meinen Glauben? Warum bleibe ich in der Kirche? Wie sehe ich die Zukunft der Frauen in der Kirche? Für seine Projektarbeit kam Diakon Mateusz mit mehr als 80 Frauen ins Gespräch, 37 Frauen erklärten sich bereit, ihre Statements auch auf Video aufnehmen zu lassen. So ist ein Film von fast einer Stunde entstanden, der Kirche aus weiblicher Glaubensperspektive sichtbar macht. „Die Zeugnisse zeigen Frauen, die Verantwortung übernehmen, Gemeinschaft gestalten und Hoffnung weitergeben. Kirche wird dort lebendig, wo Glaube im Alltag gelebt wird“, betont Kądzioła.
Das Lächeln wurde zum Symbol des Projekts. Passend zu den sechzehn Pfarrgemeinden der einen Pfarre braucht es das Zusammenspiel – so sieht es eine Reihe von Medizinern – von genau sechzehn Muskeln, damit ein Lächeln entstehen kann. Jede einzelne Pfarrgemeinde bilde also einen Muskel, den es braucht, damit die eine Pfarre TraunerLand den Menschen mit einem Lächeln begegnen könne, erklärt Diakon Mateusz das ansprechende Bild von Kirche.
Am 13. Juni wurde das Projekt „Frauen gestalten Kirche“ mit einer Wort-Gottes-Feier und der Präsentation des Videos in Leonding-St. Michael abgeschlossen. Dass 130 Frauen gekommen sind, zeugt von der Gemeinschaft, die durch die Begegnungen entstanden sind. Diakon Mateusz zieht aus der „Koordinierung des Projekts“, wie er seine Rolle bezeichnet, dieses Resümee: „Es wurde für mich weit mehr als eine organisatorische Aufgabe. Es wurde zu einer Schule des Zuhörens, der Geduld und der Offenheit für unterschiedliche Perspektiven. Besonders die Begegnungen mit den beteiligten Frauen haben mein Verständnis von Kirche nachhaltig geprägt und erweitert.“

Hannah Bilgeri MA ist Pastoralassistentin in Ausbildung in der Pfarre Bruder Klaus in Dornbirn Schoren.
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