BRIEF_KASTEN
Wichtig war, dass bei der Ausübung des eigenen Glaubens niemand anderer Schaden nahm.
Das führt mich gleich zum nächsten Sprichwort: „Was du nicht willst, das man dir tu, das füg’ auch keinem anderen zu“ (vgl. Tobit 4,15; Mt 7,12; LK 6,31). –
All das kommt mir in den Sinn, wenn ich entlang heimischer Badestrände schlendere und mir dann mitten in der Menge ein Badeplätzchen suche.
Auf fast jedem Liegetuch links und rechts von mir werde ich mit Musik beschallt – und das nicht zu leise. Der Bass wummert und dröhnt, mehr als 80 dB sind keine Seltenheit – und ich frage mich: „Wohin soll ich mich wenden, wenn Gram und Schmerz mich drücken?“
Da jede:r nach seiner Façon glücklich werden will, hat auch jede:r ihre und seine ganz private Lieblingsmusik mit.
Bei jedem ertönt was anderes, letztendlich klingt doch alles gleich.
Vielleicht doch die Ohropax auspacken?
Zum Klangerlebnis kommen allerlei Düfte: Zigarettenrauch und alle anderen Sorten von Tabakwaren. Dass man mittlerweile auf trockenem Boden sitzt, kümmert nur wenige, die Stummel landen im verdorrten Gras.
Waldbrände passieren irgendwo, nur nicht bei uns. Wo die eigene Freiheit endet, das kann man täglich am Badestrand neu lernen und austesten. Nur Mut!
BRIEF_KASTEN
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