BRIEF_KASTEN
Nein, eine Kunsthistorikerin berichtet vom neu erworbenen Archivbestand, der die Geschichte der Glasfenster des Mariendoms eindrücklich darlegt (siehe Seite 29). So detailliert, mit so vielen Skizzen und Korrespondenzen dazu, das sei einmalig, sagt sie. Ein „Forschererlebnis, das man nicht sehr oft in einem Leben als Kunsthistorikerin hat“. Ihre Augen leuchten. Ich glaube ihr. Man sieht ihr die Begeisterung an – und ich lasse mich gerne anstecken. Beeindruckend, was Generationen vor uns bereits an Gestaltung und Marketingmaßnahmen entwickelt haben. – Was bei den einen pure Freude auslöst, verursacht anderswo Achselzucken und Desinteresse. So ist das nun mal.
Als am Wochenende ein unüberhörbares „Tuning“-Treffen im ländlichen Raum stattfand, bei dem die coolsten, schnellsten und lautesten Autos von Wien bis Feldkirch präsentiert wurden, übertraf sich der junge Nachwuchs im Herumwerfen von Fachbegriffen, manch fahrendes Gestell verzückte sichtlich bei näherer Betrachtung. „Ein McLaren, den habe ich noch nie in echt gesehen!“ Eine eigene Welt, diese Autowelt, die Menschen begeistern kann.
Und was sagen wir gerne im kirchlichen Umfeld dazu? – Es ist genug für alle da.
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