BRIEF_KASTEN
Der Vatikan und Rom sind Christine Maria Grafinger nicht fremd. 1986 kam sie nach ihrem Studium der Geschichtswissenschaften in Salzburg das erste Mal in die italienische Hauptstadt. Bleiben wollte sie zunächst nur drei Monate. Daraus sind bis zu ihrer Pensionierung 2018 doch ein paar Jahre geworden.
Der Grund dafür war vor allem ihre Arbeit als leitende Archivarin der Vatikanbibliothek. Als Spezialistin für alte Handschriften sei das „ein wunderbarer Arbeitsplatz“ gewesen. Im vatikanischen Archiv hatte sie als Einzige die Speichererlaubnis. „80 Kilometer Speicher – da Material herauszuholen, das war schon ein Privileg“, so die Historikerin.
Was Christine Maria Grafinger an Rom außer ihrer Arbeit noch sehr schätzte, waren „die alten Kirchen mit den Mosaiken. Die sind wunderbar – Santa Maria in Trastevere beispielsweise. Da geht man hinein, lässt den Wirbel hinter sich und es herrscht eine schöne, geistliche Atmosphäre.“
Doch trotz aller Besonderheiten in Rom war für die Gmundnerin damals schon klar, dass sie nach ihrer Pensionierung wieder in ihre geliebte Heimat zurückkehren würde. Als sie nun von ihrer Ernennung ins Päpstliche Historikerkomitee erfahren habe, sei sie aus allen Wolken gefallen. „Das ist schon etwas Einzigartiges“, sagt Grafinger. Welche Aufgaben sie dort innehaben wird, wisse sie momentan noch nicht.
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