BRIEF_KASTEN
Die jüngste Umfrage, die die Tageszeitung „Kurier“ am Sonntag veröffentlicht hat, lässt erschrecken: Die Bevölkerung empfindet, dass der Berg an Problemen stets höher wird, gleichzeitig sinkt das Vertrauen der Leute, dass die Regierung die Herausforderungen bewältigen kann.
Die steigenden Energie-, Treibstoff- und Lebensmittelpreise, die Wahrscheinlichkeit einer neuen starken Covid-Welle, die Sorge vor vermehrter Armut und der bange Blick auf den Winter, in dem Gas und Energie ausgehen könnten – all das macht Angst. Und weit und breit niemand in Sicht, der das stemmen könnte, ist ein Großteil der Österreicher/innen überzeugt.
Es fehlt das Vertrauen in die aktuelle Regierung – das wurde konkret gefragt, aber vermutlich betrifft das Ergebnis ebenso die Politik im Gesamten. Die Menschen haben ein unglaublich geringes Vertrauen. Was es jetzt braucht, ist eine verstärkte Konzentration auf den politischen Umgangsstil. Eine Kommunikation, aus der man Respekt auch gegenüber Andersdenkenden und anderen Argumenten spürt, dürfte keine unüberwindliche Hürde weder in der Politik noch in der Gesellschaft sein.
Ohne ein Minimum an Grundvertrauen ist kein Staat zu machen. Vertrauen lässt sich nicht verordnen, aber durch eine überlegte Gesprächskultur kann man den einen oder anderen Mosaikstein zu dem notwendigen Klima der Achtsamkeit beitragen.
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