BRIEF_KASTEN
Zu: „Krippenzeit in Oberösterreich“, Nr. 49.
Der Beitrag zeigt die vielfältige Krippenkultur in Oberösterreich. Es freut uns, dass je ein Foto des unübertrefflich schönen Schwanthaler-Friedensengels aus Altmünster und der Fischnaller-Krippe aus Leonding- St. Johannes dabei Platz finden.
Sehr schade finden wir jedoch, dass der zeitgenössische, einzige lebende der fünf Künstler, Meinrad Mayrhofer aus Pram, mit seinen verschiedenen Krippen, die ebenfalls im Daringer Kunstmuseum in Aspach ausgestellt sind, mit keinem Wort erwähnt wird. Die Botschaft in seinen Baumscheibenkrippen wird uns heuer zum Weihnachtsthema: Der Ort, wo die Baumscheibe reißt, wird zum Stern von Bethlehem, er kündet von der Kraft des Geschehens.
Anna und Heinz Marischler, Leonding
Zu: „greta streikt“, Nr. 50.
Greta Thunberg spricht mir aus der Seele! Eine beachtenswerte Persönlichkeit! Ihr engagiertes Beispiel zeigt: Eine Riesenkonferenz bringt wenig weiter zum Thema Klima und Umwelt, ein Mädchen sagt in klaren Worten, was Sache ist: „Ihr seid nicht einmal erwachsen genug, um die Wahrheit zu sagen. Sogar diese Bürde überlasst ihr uns Kindern. Unsere Zivilisation wird dafür geopfert, dass ein paar wenige Menschen weiterhin enorme Summen Geld verdienen können. Veränderungen werden kommen, ob es euch gefällt oder nicht.“
Veränderungen sind schon vor unserer Tür: Gelbwesten in Frankreich, endloser Brexit, unberechenbare Regierungschefs, der Umgang der österreichischen Zwei-Personen-Regierung mit der „direkten Demokratie“, der jahrzehntelange schleppende Umgang der Kirchenführung mit Missbrauch, Öffnung des Priesteramtes und der Frauenrolle. Was unsere Kirche betrifft, bin ich sehr zuversichtlich. Unser Bischof Manfred und unsere Diözese haben gerade eben engagierte Schritte mit dem Brief nach Rom gesetzt. Diesen Optimismus spüre ich leider nicht, wenn ich auf die politischen Situationen weltweit schaue. Es geht uns sehr gut – jedoch kann Gleichgültigkeit auch eine Wohlstandserscheinung sein. Greta zeigt einen möglichen friedlichen Weg im Umgang mit unhaltbaren Zuständen auf unserem Planeten auf: Nicht Gleichgültigkeit ist gefragt, sondern Wachsamkeit und entschiedenes Handeln!
Hubert Ehgartner, Taiskirchen
Viele sagen, uns geht es wirklich gut! Warum? Weil es die Regierung geschafft hat, dass Flüchtlinge und Gastarbeiter weniger Geld bekommen, dass die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer werden und dass die Betuchten künftig schneller behandelt werden, wenn sie krank sind. Kurz, wenn es anderen schlechter geht, geht es uns besser! (...) Schaffen wir Weihnachten ab, denn wir haben nichts verstanden. Oder ist das nicht die letzte Hoffnung, die uns bleibt, wenn wir an unsere christliche Abendlandkultur denken? Sind solche Feste nicht eine Chance, die Hoffnung zu nähren, durch Wertschätzung, Liebe und Frieden die Zukunft und das Zusammenleben für uns Menschen erträglich zu gestalten? Ora et labora dafür!
Friedrich Kühleitner, Aurach am Hongar
Als Schülerinnen und Schüler beschäftigen wir uns im Religionsunterricht mit der Kirche und dem, wofür sie steht. Im Rahmen einer Diskussion über den Kirchenbeitrag haben wir den Artikel „Unternimm doch was!“ von Elisabeth Leitner besprochen (Nr. 47). Weil wir bald in die Berufswelt einsteigen, müssen wir darüber nachdenken, ob wir diesen Kirchenbeitrag bezahlen wollen. Wir müssen zugeben, dass wir uns momentan nicht sicher sind, ob wir das tun würden. (...) Wir scheinen nicht Teil der Zielgruppe der Katholischen Kirche in Österreich zu sein. (...) Zunächst scheinen einige Einstellungen der Kirche veraltet und abschreckend für Jugendliche. Dazu gehören der Umstand, dass Frauen keine Priesterinnen werden können, und Einschränkungen bezüglich der gleichgeschlechtlichen Ehe. (...) Hinzu kommt, dass die meisten Gottesdienste sehr unattraktiv gestaltet sind. (...) Wir fänden es toll, wenn man zum Beispiel die Bibelstelle, die ausgelegt wird, in einen heute relevanten Kontext stellt und erläutert, sodass man sich auch wirklich etwas davon mitnehmen kann. Es muss ja nicht immer alles in Bezug auf Kirche so strikt und konventionell sein. (...) Die Abwendung der Jugend von der Kirche ist keineswegs ein neues Phänomen, und wir sind verwundert darüber, wie wenig Maßnahmen getroffen werden, um dem entgegenzuwirken. (...)
Schülerinnen und Schüler der 8. Klasse des Europagymnasiums Linz-Auhof
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