BRIEF_KASTEN
Josefina Bakhita wurde um 1870 im Sudan geboren und als Kind von Sklavenhändlern geraubt. Fünfmal wurde sie am Sklavenmarkt verkauft.
Ihren ursprünglichen Namen hat sie durch das Trauma des Menschenraubes verdrängt, die Sklavenhändler nannten sie zynisch „Bakhita“ (etwa: „Du hast Glück gehabt“).
Letztlich gelangte sie an den italienischen Konsul Callisto Legnani, der sie gut behandelte und einer befreundeten Familie in Italien als Kindermädchen übergab.
In zeitweiliger Obhut bei den Canossianerinnen lernte sie den christlichen Glauben kennen und ließ sich schließlich auf den Namen Josefina taufen.
1891 trat sie in den Orden ein, wofür sie als schwarze Frau eine eigene Duldung durch den Patriarchen von Venedig, den späteren Papst Pius X., benötigte.
Sie starb 1947. 1992 wurde sie selig-, 2000 heiliggesprochen. Ihr Gedenktag ist auch der Gebetstag gegen Menschenhandel.
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