BRIEF_KASTEN
Zu den neben Luther weniger bekannten, aber langfristig wirkmächtigen Reformatoren zählt der Humanist Philipp Melanchthon. Sein Spezialgebiet waren biblische Sprachen. Das schlägt eine überraschende Brücke nach Linz.
Melanchthon (1497–1560) war an der Wittenberger Universität Professor für Griechisch. Dass er ausgezeichnet Latein konnte, war damals selbstverständlich. Aber er beschäftigte sich auch mit dem Hebräischen.
Hintergrund dafür war sein Förderer, der Humanist Johannes Reuchlin. Dieser hatte sich – gegen die kirchliche Obrigkeit – für den Erhalt der hebräischen Bücher eingesetzt und mit der Pflege dieser Sprache auch den Zugang des westlichen Christentums zur Originalsprache des Alten Testaments offengehalten. Reuchlin selbst hatte die hebräische Sprache von Jacob ben Jechiel Loans erlernt, dem Leibarzt Kaiser Friedrichs III. Kennengelernt hatten sich der Diplomat Reuchlin und Loans in Linz, wo Friedrich III. seinen Hof hatte.
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Einsendungen bis 13. November 2022 an: KirchenZeitung, Kapuzinerstr. 84, 4020 Linz; E-Mail: gewinnen@kirchenzeitung.at
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