BRIEF_KASTEN
Bevor Wim Wenders seine erfolgreiche Karriere als Regisseur und Fotograf startete, gab es noch andere Berufswünsche. So wollte er einmal Priester werden – wuchs er doch in einem katholischen Elternhaus in Düsseldorf auf. Dann allerdings entschied er sich anders und studierte zunächst einige Semester Medizin, Philosophie und Soziologie und versuchte sich nach Abbruch der Studien als Aquarellmaler. In Paris arbeitete er eine Zeit lang als Radierer, doch die Welt des Films und der Fotografie übten mehr und mehr Faszination auf ihn aus. Also ging er 1967 nach München an die Hochschule für Fernsehen und Film, schrieb nebenbei Filmkritiken und war einer der Gründer des „Filmverlag der Autoren“.
International bekannt wurde Wim Wenders mit Filmen wie „Alice in den Städten“ (1973), „Der amerikanische Freund“ (1977), „Paris, Texas“ (1984) und „Der Himmel über Berlin“ (1987). Auch mit seinen Dokumentationen war er erfolgreich, so etwa mit dem Musikfilm „Buena Vista Social Club“ (1999) und dem Portrait über Jorge Mario Bergoglio „Papst Franziskus – Ein Mann seines Wortes“ (2018). Viele seiner Werke wurden mit Preisen ausgezeichnet. Dem Glauben kehrte er einige Jahre den Rücken. 1986 trat er aus der katholischen Kirche aus, um schließlich zum Protestantismus zu konvertieren. Er selbst bezeichnet sich als ökumenischer Christ.
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