BRIEF_KASTEN
Ob es am 12. Juni tatsächlich zu einem Gipfeltreffen kommen wird, bleibt spannend. Der südkoreanische Präsident Moon Jae-in setzt sich jedenfalls stark dafür ein – geht es dabei doch um das wichtige Thema der atomaren Abrüstung und wie diese stattfinden soll. Seit einiger Zeit schon bemüht sich Moon Jae-in um Frieden und Versöhnung zwischen Nord- und Südkorea. Bei einem Gipfel zwischen ihm und Kim Jong-un in Panmunjom Ende April erklärten beide, die geteilte Halbinsel schrittweise von Atomwaffen zu befreien und den Kriegszustand, der seit sieben Jahrzehnten andauert, zu beenden.
Während des Nordkorea-Krieges flüchteten Moons Eltern nach Geoje in Südkorea. 1953 wurde er dort geboren und wuchs unter armen Verhältnissen auf. Trotzdem war es ihm möglich, Jus zu studieren. Während dieser Zeit demonstrierte er immer wieder gegen das Militärregime und kam deshalb auch in Haft. In weiterer Folge arbeitete der heute 65-Jährige zweifache Familienvater als Menschenrechts- und Bürgerrechtsanwalt. Sein Anwaltskollege Roh Moo-hyun, der 2003 zum Präsidenten Südkoreas gewählt wurde, holte ihn in die Politik. Unter ihm wurde er Stabschef und schließlich im Jahr 2017 selbst Präsident. Neben der Aufgabe als Friedensstifter hat sich der praktizierende Katholik unter anderem zum Ziel gesetzt, die Korruption in Südkorea zu zerschlagen.
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