BRIEF_KASTEN
Die Statistik Austria hat die von 1984 bis 2019 vergebenen Namen nach Häufigkeit gereiht. Josef belegt den letzten, den sechzigsten Platz nach Jan und Luka. Schade, finde ich – aus nachvollziehbaren Gründen. Bis in die 1970er-Jahre war das mit den Josefs noch ganz anders. Bei meiner Taufe feierten fast nur Josefs mit: Pfarrer, Mesner, Organist, Vater und Pate und schlussendlich auch ich. Lange ist‘s her, aber jetzt kann man für den Namen Josef wieder – zumindest ein klein wenig – Hoffnung schöpfen. Papst Franziskus hat kürzlich das „Jahr des heiligen Josef“ ausgerufen. Er erinnert damit daran, dass vor 150 Jahren, am 8. Dezember 1870, Josef zum Patron der katholischen Kirche erklärt worden ist. Mit einem eigenen Schreiben hat Papst Franziskus nun den Katholik/innen den heiligen Josef als besonderes Vorbild empfohlen. Wie so viele stille Helden in der Pandemie sei der Ziehvater Jesu ein Vorbild an kreativem Mut und Bescheidenheit, meint der Papst. Unabhängig davon, ob wieder mehr Josefs getauft werden oder nicht, das Schreiben des Papstes ist ein anregender Text.
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