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In Großbritannien waren bereits Ende der 1990er-Jahre 1.300 Betriebe von der Tierseuche betroffen. An dem humanen Typ, der Creutzfeldt-Jakob, starben dort zu dieser Zeit mehr als 100 Menschen.
Auch die österreichische Landwirtschaft war von der Krise betroffen. „Auch in Österreich greifen die Käufer weniger nach Rindfleisch, obwohl in unserem Land bisher kein einziger BSE-Fall nachgewiesen wurde. […] Dennoch: Der Konsum ist auf 75% bis 70% des Normalkonsums gesunken“, berichtete die Kirchenzeitung. Die EU unter Agrarkommissar Franz Fischler hatte einen „Rinder-Ankauf“ („Vernichtungs“-Programm, weil die geschlachteten Rinder nicht in die Nahrungskette kamen) ausgearbeitet. Ziel der Maßnahme war es, den durch Absatzprobleme entstandenen Überschuss an Rindfleisch zu reduzieren.
„Moralisch und ethisch ist es inakzeptabel, tausende gesunde Rinder zu schlachten und sie zu verbrennen, um den Marktwert zu halten“, zitierte die Kirchenzeitung Caritas-Präsident Franz Küberl.
Für die Bauern bedeutete die Situation jedenfalls steigende Futterkosten bei gleichzeitig sinkenden Erlösen. Die EU forderte daher von den Mitgliedstaaten einen „Solidarbeitrag“ zur Reduktion der Bestände, wobei Österreich hier nicht mitziehen wollte. Österreich plante alternative Maßnahmen: die Belebung des Inlandsabsatzes, eine Wiederaufnahme des Exports – insbesondere nach Italien – sowie mögliche Verwertungen im Konservenbereich. Zusätzlich sollten die Bauern ihre Produktion drosseln. Vorgeschlagen wurden unter anderem geringere Schlachtgewichte, eine Frühvermarktungsprämie für Kälber sowie eine Extensitätsprämie zur Reduktion der Viehdichte pro Hektar.
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