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Einen tieferen Zugang zur Welt und zur Wirklichkeit – immer mehr Menschen suchen danach. „Spiritualität“ steht für diese Suchbewegung, getragen von einem „Empfinden, dass mehr ist“, als es scheint.
Rund 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Katholischen Bildungswerkes Linz ließen sich bei ihrer Jahrestagung am 6. und 7. April im Bildungshaus Schloss Puchberg von der Theologin Katharina Ceming durch die Weiten spirituellen Lebens führen. Spiritualität, meinte sie, bedeute vor allem „Offenheit“. In allen Religionen geht es um Spiritualität, aber auch Menschen, die sich selbst nicht als religiös bezeichnen, wären oft offen für Spiritualität, stellt Ceming fest. Für Glaubende bedeute Spiritualität, im Anspruch des Göttlichen zu leben. Dies gelinge leichter, wenn man sich aus dem Getriebe des Alltags ein wenig zurücknimmt. Die Bildungswerk-Leute ließen sich von Ceming mitnehmen auf eine spirituelle Reise zurück zu den Wüstenvätern des frühen Christentums, die dieses heilsame Sich-Zurückziehen gelebt haben.
Zur Offenheit fügt Ceming ein zweites Kennzeichen für Spiritualität hinzu: die Ehrlichkeit zu sich selbst. „Spiritualität heißt vor allem, sich selbst ehrlich anzuschauen und die Schatten des eigenen Lebens auszuleuchten.“ Den Stolz etwa, in dem man sich selber größer sieht, als man ist, oder die Versuchung, dass man mehr konsumiert, als man braucht.
„Christliche Spiritualität fördert die Stärken und trägt der Schwäche des Menschen Rechnung“ – so Ceming. Sie ermöglicht es, wachsam und aufmerksam zu leben.
Zur Ehrlichkeit vor sich selbst gehören Fragen wie: Was steht hinter meiner Ungeduld? Was ist es, das mich wütend macht? „Ein spirituell lebender Mensch schaut auf die eigenen Fehler, widersteht auch der Versuchung, innere Leere mit Konsum zu füllen. Spiritualität ist ein Weg zu mir selbst, und von diesem Zu-mir-Selbst ein Weg zu Gott.“ Wie Wüstenväter und Mönche die Zelle als ihren Rückzugsort gehabt haben, rät Ceming auch heute lebenden Menschen, sich solche Rückzugsorte zu schaffen. Das Erleben der Natur gehöre dazu. Oder einfach die Stille: Räume der Stille anzubieten gehört zur christlichen Tradition, so Ceming.
„Menschen dürsten nach spirituellen Kraftquellen“, meint der Leiter des Katholischen Bildungswerkes in der Diözese Linz Christian Pichler. Spirituelle Wegbegleitung ist daher ein Schwerpunkt des Bildungswerkes. Wachsamkeit in Bezug auf die Gesellschaft und das „innere“ Wachsen gehören für Pichler eng zusammen. Die Schöpfungsenzyklika „Laudato si’“ von Papst Franziskus sei das beste Beispiel, wie Weltverantwortung und Spiritualität in eins zusammenfallen.
Lebensnutzen stiften – und Wirkung erzielen. Darum geht es bei den Angeboten der KBW-Treffpunkte Bildung. Das Katholische Bildungswerk Linz will gute Ideen fördern und schreibt dazu einen eigenen Preis „Bildung mit Wirkung“ aus. «
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