Sozialratgeber

Download hier >> oder Sozialratgeber KOSTENLOS bestellen unter office@kirchenzeitung.at oder telefonisch: 0732 / 7610 3944.
Wenn Roswitha Lobe eine Vase aus Vietnam in Händen hält, sieht sie nicht nur das Produkt: „Ich sehe auch den Menschen, der sie angefertigt hat.“ Seit 27 Jahren leitet sie den Weltladen in Braunau und seit über 30 Jahren engagiert sie sich für Entwicklungszusammenarbeit. In dieser Zeit hat sich viel verändert. Früher fand der Verkauf von fair gehandelten Produkten meist im kleinen, pfarrlichen Rahmen statt. Mittlerweile gibt es fast 90 Weltläden in ganz Österreich. Das Warenangebot ist qualitätsvoller geworden, auch schöner. „Und der Kaffee schmeckt hervorragend“, sagt Roswitha Lobe. Seitdem es das FAIRTRADE-Gütesiegel gibt, werden fair gehandelte Lebensmittel in Supermärkten angeboten. Die Produkte sind dadurch bekannter geworden, die Weltläden auch und damit das Anliegen, das dahintersteht: Menschen vor allem in Asien, Afrika und Südamerika sollen durch bessere Handelsbedingungen vom Erlös ihrer Arbeit leben können. Das ist eine Herzensangelegenheit von Roswitha Lobe. Sie ist viel gereist und hat Produzierende vor Ort besucht. Einer von ihnen war Pedro Guzman Gomez. Sein großes Wissen über Kaffeeanbau hat Roswitha Lobe beeindruckt. Seine Zufriedenheit noch mehr. Menschen wie er profitieren vom Handel mit den Weltläden. Die Konsumentinnen und Konsumenten haben wiederum die Möglichkeit, hochwertige Erzeugnisse zu kaufen. „Das ist keine Almosengeschichte.“
Es braucht Bewusstsein, um zu erkennen, dass sich das eigene Konsumverhalten auf das Leben anderer auswirkt. Die Woche für Entwicklungszusammenarbeit will dieses Bewusstsein fördern (siehe Randspalte). Roswitha Lobe hat sie vor einigen Jahren mit ins Leben gerufen: „Der faire Handel ist die einzig sinnvolle Möglichkeit, Lebensbedingungen zu verbessern.“ «
Zur Sache
Mit der Aktionswoche der Entwicklungszusammenarbeit (EZA) vom 4. bis 11. November will das Land Oberösterreich in Zusammenarbeit u. a. mit den Weltläden und dem Welthaus der Diözese Linz ein Zeichen für den fairen Handel setzen. In vielen Pfarren, Bibliotheken und Weltläden werden Produkte angeboten, aber auch in Bezirkshauptmannschaften, Gemeindeämtern und landwirtschaftlichen Schulen, in Krankenhäusern sowie in 400 Lebensmittelgeschäften.
Das Sortiment umfasst Kaffee, Tee und Kakao, Schokolade und Süßigkeiten, Gewürze, Reis und Handwerksprodukte. Im Rahmenprogramm stehen u. a. zwei Kabarettabende mit Georg Bauernfeind in Braunau und Linz, entwicklungspolitische Filmtage in Linz und eine „fairytale“-Modenschau in Eferding. Die Katholische Privatuniversität Linz zeigt die Ausstellung „Bittersüße Bohnen“, an der Fachhochschule Oberösterreich in Linz ist „make fruits fair“ zu sehen.
Programm: Tel. 0732 77 20-115 01
www.land-oberoesterreich.gv.at/ezawoche.htm
Sozialratgeber

Download hier >> oder Sozialratgeber KOSTENLOS bestellen unter office@kirchenzeitung.at oder telefonisch: 0732 / 7610 3944.
Erfahrungen aus dem Alltag mit einem autistischen Jungen >>
Jetzt die KIRCHENZEITUNG 4 Wochen lang kostenlos kennen lernen. Abo endet automatisch. >>