Stefan Kronthaler ist Redakteur der Wiener Kirchenzeitung „Der SONNTAG“.
„Aus der Synthese der Synode (Zwischenbericht) geht hervor, dass wir zu einer Kirche der Vielfalt unterwegs sind. Dazu braucht es auch gute Strukturen.“
So bringt Klara Csiszar ein entscheidenes Ergebnis der Bischofssynode auf den Punkt, die im Oktober 2023 in Rom getagt hat und im kommenden Herbst abgeschlossen wird.
Die Linzer Pastoraltheologin wurde als Expertin zur Teilnahme an der Weltbischofssynode berufen. Csiszar berichtete am 4. Dezember 2023 in einer öffentlichen Vorlesung an der KU Linz aus erster Hand von ihren Eindrücken und Erfahrungen.
Sie wies nachdrücklich auf das Thema der Synode hin, die sich mit der Synodalität selbst beschäftigte. Das aus dem Griechischen kommende Wort Synodalität heißt „Miteinander auf dem Weg sein“ und soll immer mehr zum Strukturprinzip der römisch-katholischen Kirche werden: „Wichtig ist, die Partizipation des Gottesvolks sicherzustellen.“
Das betrifft die Bischofskonferenzen ebenso wie die Diözesen. Die Hinweise auf dieses Ergebnis des ersten Teils der Synode sind schwer zu greifen. Denn erst zum Abschluss 2024 sind konkrete Maßnahmen zu erwarten.
Csiszar erhofft sich für das Jahr dazwischen, dass die „Synthese“ in den Bischofskonferenzen und Diözesen „eine Dynamik entwickelt“. Das heißt für sie: „Nicht warten, was von oben kommt, sondern auf allen kirchlichen Ebenen einen synoden Stil einüben und Synodalität erlernen.“
Die Pastoraltheologin macht aufmerksam, dass bei der Abstimmung über den Zwischenbericht alle Abschnitte mindestens zwei Drittel Zustimmung erreichten.
Trotz der teilweise sehr unterschiedlichen Einstellungen der Bischöfe aus aller Welt zu den angesprochenen Themen ist ein Klima des Respekts entstanden und ein großes Gefühl „vom Ich zum Wir“. Darin sieht sie ein echtes Hoffnungszeichen.

Stefan Kronthaler ist Redakteur der Wiener Kirchenzeitung „Der SONNTAG“.
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