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Dieses Fenster öffnet die Welt

75 Jahre KirchenZeitung

Digitalisierung und Social Media haben das ­Miteinander der Menschen verändert. Rund ein Drittel der über ­65-Jährigen nutzt bereits ein eigenes Social-Media-Profil.

22.10.2020
- Ariadne Klingbeil
Zum Einsteigen in den digitalen Zug ist es nie zu spät. Laden Sie die App 'Meine Kirchenzeitung' auf Ihr Smartphone oder Tablet, um Ihre Kirchenzeitung papierlos lesen zu können.
Zum Einsteigen in den digitalen Zug ist es nie zu spät. Laden Sie die App "Meine Kirchenzeitung" auf Ihr Smartphone oder Tablet, um Ihre Kirchenzeitung papierlos lesen zu können.
© Karikatur Jesner

Es scheint ein Modewort und doch will diese Mode nicht aufhören: „Digitalisierung“. Alles und jeder wird plötzlich digital. Während Sie das hier lesen: Was sehen Sie da? Wahrscheinlich ist irgendwo in Ihrer Nähe ein Fernseher, ein Telefon oder ein Computer. Vielleicht befinden Sie sich aber gerade in einem Bus. Dann sehen Sie möglicherweise einen großen Bildschirm, auf dem sich Bilder bewegen. Wir sind durch die Digitalisierung von einer Vielzahl von Bildschirmen umgeben.Telefone, Fernseher und Computer ­bestehen maßgeblich aus einem Bildschirm. Diese Bildschirme sind wie ein Fenster. Ein Fenster, durch das Sie hinaus- und hineinschauen können. Bilder, Filme und ­Texte werden darauf sichtbar. Und durch die Digitalisierung können diese Bildschirme untereinander eben diese Texte, Bilder und Filme teilen. Die Digitalisierung ändert auf diese Art ganz sanft unsere Art, Informationen aufzunehmen. Sie beeinflusst unsere Kommunikation.

 

In Kontakt bleiben

Plötzlich können persönliche Nachrichten einfach in ein Telefon getippt werden oder man diktiert diese in der Sprachfunktion, um sie anschließend zu versenden. Jüngere Smartphone-Besitzer muss man heute ab und zu bereits erinnern, dass sie mit diesem Rechner auch ­telefonieren könnten. Die Handynutzung gerade unter jungen Menschen ist kurztextgetrieben in Live-Chats, Twitter- und anderen Formaten. Und durch das Aufkommen von Pinterest, Snapchat und Tik Tok werden auch Bilder und Videos in diesem Textkontext teilbar. Social Media werden ­diese Angebote auf Basis von digital vernetzten Technologien genannt. Als soziale Medien werden sie in deutscher Sprache bezeichnet, obschon sie nicht für sich genommen sozial sind. Vielmehr ist ­damit ihre Anwendungsbreite gemeint, denn sie ermöglichen, Informationen aller Art gleich von welchem Ort zu erstellen, zur Verfügung zu stellen, zu „teilen“ und zu empfangen.
Die Anzahl der Dienste für die Kommunikation kann auf den ersten Blick überfordern und unübersichtlich sein. Doch mithilfe von Kurznachrichtendiensten und sozialen Netzwerken wie WhatsApp, Facebook oder Instagram lassen sich Text- und Sprachnachrichten verschicken, Fotos und Videos teilen, aber eben auch Nachrichten empfangen und lesen. Über große Distanzen kann man mit den oft kostenlosen Diensten mit Freunden und Familie in Kontakt bleiben und Neuigkeiten austauschen: Aktuelle Fotos von den Enkelkindern und Freunden erhalten, mit alten Bekannten in Kontakt bleiben, neue ­Menschen kennenlernen oder sich über das Tagesgeschehen informieren.

 

Social Media und Ehrenamt

Etwa 48 % der Österreicher engagieren sich ehrenamtlich. Vor allem die Altersgruppe der 65-Jährigen ist stark aktiv. Zahlreiche Beispiele zeigen, dass es bereits viele aktive ältere Blogger oder Initiativen von Älteren gibt, die über Social Media ihr Engagement bekannt machen.
Ehrenamtliches Engagement lässt sich ganz leicht und unkompliziert mit Social ­Media verbinden. Damit können Interessierte erreicht werden und Initiativen geteilt und so bekannter werden. Denn Social Media sind wie Flyer im Netz.

 

Netzwerke für Ältere

Social Media bieten die Möglichkeit, Teil einer weiten Gemeinschaft, einer „Community“ zu werden. Einem Netzwerk, über das man sich verabreden und auch treffen kann. So wurde z. B. feierabend.de bereits 1998 gegründet und ist die älteste deutschsprachige Plattform für die ­Generation 50plus.
Aber auch Plattformen wie ­­­www.lebensfreude50.de, www.vivemus.de, ­www.seniorentreff.de bieten eine große Spannbreite von Möglichkeiten für einen Austausch und nützliche Informationen.

 

„Onlife“

Social Media beeinflussen auch unsere Kommunikationsformen und damit auch unser Leben. „Onlife“ sind wir heute. Eine Wortkreation des italienischen Philosophen Luciano Floridi. Und es bedeutet die Verschmelzung von „On“ und „Life“. Wir leben in der Digitalität, der Verschmelzung von Realität und Digitalisierung, so schreibt der Schweizer Medienwissenschaftler Felix Stalder. Was die Digitalisierung uns ermöglicht, ist vor allem Kontakt und Nähe zu halten, über alle Distanzen und Hindernisse hinweg. Und das sogar ganz persönlich und direkt, gerade durch die ­moderne ­Kommunikation anhand von ­Social Media. Und ja. Sich im Internet und den Social ­Media zurechtzufinden ist mit Übung verbunden. Aber es lohnt sich, dieses Fenster zur Welt zu öffnen.

 

Die allererste Ausgabe des "Linzer Kirchenblatts" und das "Jubiläums-Magazin" gibt es nun auch zum Durchblättern und Lesen: www.kirchenzeitung.at/75 

 

Mehr zum Thema 75 Jahre KirchenZeitung

 

Geleitwort des Herausgebers Bischofsvikar Willhelm Vieböck

Brief des Bischofs Dr. Manfred Scheuer

Sternstunden der KirchenZeitung

Alltag in der KirchenZeitung

Kirche UND Kunst

Musikgenuss am Dom

Solidaritätspreis der KirchenZeitung

Sie war bei der Gründung des „Linzer Kirchenblatts“ dabei

Wie der Himmel im Alltag

Gemeinsam eigenständig: Die Kooperationszeitungen

Antworten auf Lebensfragen

"Fröhliche Urständ"

Ariadne Elisabeth Klingbeil leitet seit Jänner 2020 die MDG Medien-Dienstleistung Gmbh der Deutschen Bischofskonferenz mit dem Schwerpunkt Digitalisierung, Medien und Kommunikation.
Ariadne Elisabeth Klingbeil leitet seit Jänner 2020 die MDG Medien-Dienstleistung Gmbh der Deutschen Bischofskonferenz mit dem Schwerpunkt Digitalisierung, Medien und Kommunikation.
© Richard-Tobis-München
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Reinhard Macht ist ehrenamtlicher Diakon im SR Jenbach-Münster-Wiesing und Gemeindeberater in der Diözese Innsbruck.

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