Reinhard Macht ist ehrenamtlicher Diakon im SR Jenbach-Münster-Wiesing und Gemeindeberater in der Diözese Innsbruck.
Abseits von dieser Großveranstaltung können Firmlinge oftmals aus einer breiten Palette an Projekten auswählen. Wie zum Beispiel in Ebensee, wo die Jugendlichen erfahren sollen, wie lebendig ihre Pfarre ist.
Weggeworfene Zigarettenkippen, Aludosen und Plastiksackerl liegen überall verstreut am Straßenrand und in der Wiese. Maria Kaiser aus Ebensee will diesen Umstand nicht einfach hinnehmen. Zu Beginn des Frühjahrs hat sie in ihrer Heimatgemeinde eine Müllsammelaktion gestartet.
Für Jugendlichen aus Ebensee, die ihr beim Frühjahrsputz in der Natur helfen, ist die Aktion Teil der Firmvorbereitung. „Für mich ist wichtig, dass sich die Jugendlichen positiv in der Gemeinschaft einbringen“, sagt Maria Kaiser. Sie selbst halte es auch so: „Ich bekomme meine Pension und habe Zeit. Die will ich auch für etwas Gutes nutzen.“ Die Verbindung zur Firmung und zum Glauben liege beim Müllsammeln auf der Hand. Umweltschutz und die Bewahrung der Schöpfung seien ein göttlicher Auftrag. Motivierend ist für sie der große Tatendrang der Jugendlichen. Dabei ist die Müllsammelaktion eines von vielen Projekten in Ebensee, um auf die Firmung im Juni vorzubereiten.
Die Jugendlichen können nach Linz zu den „SpiriNights“ am 25. oder 26. März fahren, eine Morgenandacht am Berggipfel feiern oder eine Tageseinrichtung für Menschen mit Beeinträchtigung kennenlernen. Für die 42 Jugendlichen im Alter von 14 Jahren und aufwärts, die sich in Ebensee auf die Firmung vorbereiten, stehen 24 Workshops zur Auswahl. „Sie sollen sehen, wie lebendig die Pfarre ist“, betont Sarah Orlovsky, die in der Pfarre Ebensee und Roith hauptverantwortlich für die Firmvorbereitung ist. Sie wolle außerdem das große Engagement der Ehrenamtlichen sichtbar machen.
Eine besondere Rolle für die Gemeinschaft spielt daneben auch das Firmwochenende im Mai. Durch die Einschränkungen der Coronapandemie sei es dabei für manche Jugendliche sogar das erste Mal, dass sie auswärts von zuhause übernachten, beobachtet Sarah Orlovsky.

Reinhard Macht ist ehrenamtlicher Diakon im SR Jenbach-Münster-Wiesing und Gemeindeberater in der Diözese Innsbruck.
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